Vereinigte Bühnen Bozen
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FLOH IM OHR

Komödie von Georges Feydeau
Deutsch von H.C. Artmann


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Floh im Ohr Premiere: Freitag, 9. Februar 2007, 20.00 Uhr
Weitere Aufführungen:
10., 14., 15., 16., 17. Februar 07 - 20.00 Uhr
11., 18. Februar 07 - 17.00 Uhr
13., 14. Februar 07 - 10.00 Uhr

Großes Haus
Regie: Peter Pikl
Kostüme: Rainer H. Gawenda
Bühne: Tanja Hofmann
Mit: Florian Adamski, Gerhard Dorfer, Peter Drassl, Kathrin Hirber, Thomas Hochkofler, Brigitte Knapp, Alexandra Krismer, Angelica Ladurner, Karl-Heinz Macek, Alfons Noventa, Patrizia Pfeifer, Peter Schorn, Franz Suhrada, Reinhardt Winter und Matteo Facchin.

Raymonde: Ich habe im Grunde ja nichts gegen Betrügen, aber dass er gerade mich betrügt, das geht mir doch zu weit.

Victor-Emmanuel und Raymonde Chandebise sind glücklich verheiratet. Die eheliche Idylle wird jedoch gestört, als Raymonde eines schönen Tages ein Päckchen mit den Hosenträgern ihres Gatten Victor-Emmanuel in der Post findet. Der Absender ist ein Hotel von zweifelhaftem Ruf, das „Hotel zum Schlummerkätzchen“, was Raymonde dazu veranlasst, ihren Mann des Ehebruchs zu verdächtigen. Um Gewissheit zu bekommen, lockt sie Victor-Emmanuel mit Hilfe ihrer Freundin Lucienne in das besagte Etablissement und löst so eine Kette von komischen Verwechslungen und Verwicklungen aus. Zur heiteren Verwirrung tragen der sprachgestörte Neffe Camille, ein Hoteldiener im “Schlummerkätzchen“, der Herrn Chandebise zum Verwechseln ähnlich sieht, ein skurriler Onkel des Hotelbesitzers, ein verrückter Hotelgast und Luciennes eifersüchtiger Ehemann Carlos Homenidés de Histangua bei.

Georges Feydeau wird aufgrund seiner brillanten Dialogführung und perfekter slapstickartiger Situationskomik neben Molière als größter Komödienschreiber Frankreichs gefeiert und gilt als schillernder Vertreter der Belle Epoque. Seine Komödie „Floh im Ohr“ spiegelt die frivole ausgelassene Zeit der Jahrhundertwende wider und zeigt auf humorvolle Weise eine doppelgesichtige Gesellschaft mit ganz eigenen Moralvorstellungen.

Fotogalerie

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Pressestimmen

"Zum Fasching passt ein solches Unterhaltungsstück besonders, und funktioniert noch heute, wenn es flott gespielt wird. (...)
Komödienspezialist und Regisseur Peter Pikl weiß genau, wie er Akzente setzen und das Ensemble führen muss. (...)
Eine besondere Leistung ist Peter Schorn zu bescheinigen. Da sein Camille aufgrund einer Gaumenspalte keine Konsonanten aussprechen kann, was natürlich ebenfalls Missverständnisse verursacht, ist sein Text wohl der schwierigste im ganzen Stück - und wird perfekt bewältigt. Patrizia Pfeifer hat als Olympe zwar eine kleinere Nebenrolle, bleibt aber durch verschwipste Überschwänglichkeit in Erinnerung; (...)
Jede Figur hat ihre komischen Seiten, die gezielt herausgearbeitet werden. Zur Belustigung des Publikums, das die Aufführung hörbar goutiert."

Zett

"Peter Pikl gibt der Theatermaschinerie einen kräfigen Schubs, wie ein Kreisel dreht sie sich schneller und schneller, und es macht Spaß, diesem Kreisel zuzuschauen. (...)
"Das ist lustiger als Fernsehen", flüsterte ein Zuschauer seiner Begleiterin zu."

Dolomiten

"Feydeau greift hier das Stilmittel der Doppelrolle auf, um Hergang und Tempo zu potenzieren, Regisseur Peter Pikl und die 15 Darsteller kommen der Herausforderung prompt nach: einmal in Gang gebracht dreht sich das Spielwerk und produziert witzige Verwechslungen am laufenden Band (...)
Applaus und Gelächter und das Publikum im großen Saal des Stadttheaters amüsiert sich köstlich. Regisseur Pikl hat auf Technik und Präzision gesetzt, Auf- und Abgänge stimmen, die Pointen sitzen, es ist im Theater um des Theaters willen im besten und konventionellen Sinn. Wer sich Deutungen am Inhalt wünscht, der sei auf andere Stücke verwiesen, Feydeau ist zu sehr Zirkus und brillanter Theaterplan um nicht ausschließlich dafür geliebt zu werden."

Christine Helfer/Mittagsmagazin am 10.02./Rai Sender Bozen

"Peter Pikl macht Komödie. Konservativ. Kantenlos. Und Konsequent. Das ist nicht erschütternd. Aber zum Lachen. Und gut gemacht. Ein erfahrener Spielordner. (...)
Eine souveräne und uneitle Inszenierung. Flink. Atemlos huschend. Wirbelnd. Detailversessen. Es gibt kaum Längen. Gutes Handwerk. Die Schauspieler geben ihr bestes. Patrizia Pfeifer (Olympe) und Reinhardt Winter ragen heraus. (...)
Ein schöner Abend."

Tageszeitung

""Floh im Ohr" hat eine perfekte Mechanik, und Peter Pikl, der die Komödie für die VBB inszeniert, hat sich entschlossen, das Feydeau'sche Räderwerk ordentlich zu ölen - im historisierenden Bühnenbild von Tanja Hofmann und in den historisierenden Kostümen von Rainer H. Gawenda."
ff

"Boulevard auf hohem Niveau. (...)
Regisseur Peter Pikl, Experte auf dem Gebiet des nivauvollen Lustspiels, setzt dem Publikum einen schnellen Feydeau vor. Seine Inszenierung ist virtuoses Boulevardtheater und passt in die Zeit des närrischen Treibens. Das Ensemble ist gut aufeinander abgestimmt."

Tiroler Tageszeitung