Elfriede Jelinek
DER TOD UND DAS MÄDCHEN
Prinzessinnendramen
Der Tod und das Mädchen ist eine Produktion von Art Bureau - Thomas Petz (München) in Koproduktion mit den Hamburger Kammerspielen, dem Neuen Stadttheater Bozen und den Vereinigten Bühnen Bozen, gefördert durch die Kulturstiftung des Bundes.![]() |
Termine: Montag, 23. April 2007, 20.00 Uhr Dienstag, 24. April 2007, 20.00 Uhr Großes Haus Konzept und Regie: Kazuko Watanabe Dramaturgie: Yvonne Gebauer Mit: Hanna Schygulla, Stipe Erceg |
Vorüber! Ach, vorüber!
Geh, wilder Knochenmann!
Ich bin noch jung, geh, Lieber!
Und rühre mich nicht an.
Aus: „Der Tod und das Mädchen“ von Franz Schubert
„Der Tod und das Mädchen I-V“, fünf Dramolette aus der Feder von Elfriede Jelinek, wurde 2002 in Hamburg uraufgeführt. Ausgehend von Märchen und Mythen lässt Jelinek Frauen zu Wort kommen, deren ständiger Begleiter der Tod ist: Die Märchenfigur Dornröschen wird vom göttlichen Prinzen aus dem Todesreich wach geküsst. Jackie, der weibliche Mythos Jackie O., begegnet dem Tod unmittelbar immer wieder. Schneewittchen als die Dritte im Bunde, musste gleich mehrmals sterben. Drei Texte und drei Figuren, die an einem Abend ineinander verschmelzen.
Drei große Künstlerinnen konnten für dieses ambitionierte Projekt gewonnen werden: die Nobelpreisträgerin Elfriede Jelinek, die Fassbinder-Schauspielerin Hanna Schygulla und die japanische Regisseurin Kazuko Watanabe.
Elfriede Jelinek, Nobelpreisträgerin für Literatur und bedeutendste österreichische Schriftstellerin der Gegenwart, zeichnet seit über 30 Jahren schonungslos das Bild der unterlegenen Frau auf der Suche nach ihrer eigenen Identität und Seele. Immer wieder behandelt sie mit ihrem unverwechselbaren ironischen Sprachspiel die großen Themen der Gesellschaft: Liebe und Hass, Schönheit und Neid, Leben und Tod.
Pressestimmen
(...)Hanna Schygulla macht sich diese Ironie wunderbar zu eigen, drängt mit ihrer Hilfe den Tod an den Rand. (...)Akustisch lässt die Ironie ebenso wenig zu wünschen übrig wie optisch. (…)
Und was ist die Medizin in diesem bitteren Extrakt? Hanna Schygullas unnachahmliche Stimme und Schuberts Streichquartett „Der Tod und das Mädchen“. (…)
Dolomiten
(…) la regia perfetta, fantasiosa, azzeccata e calibrata della giapponese Kazuko Watanabe (…)
(...)Lei è buffa e tenera, quasi una bambola nei panni di Biancaneve che apparecchia per i sette nani, è divertente e impacciata nei merletti della Bella Addormentata nel Bosco quando cerca di divincolarsi dalle avances del Principe, ma è veramente grande nei panni, ovvero nel cappellino rosso, di Jackie Onassis. (...)
Alto Adige
(...) Jelineks "Prinzessinnendramen" ist mit Sicherheit das ambitionierteste Schauspielprojekt der laufenden Theatersaison. Ein schwieriges Stück, für das die Stiftung Stadttheater, das Konzerthaus Bozen zusammen mit den Vereinigten Bühnen Bozen die japanische Regisseurin Kazuko Watanabe, die Schauspielikone Hanna Schygulla und den Filmjungstar Stipe Erceg verpflichtet haben. Drei große KünstlerInnen für ein großes Projekt, das die Bezeichnung Erstaufführung wohl verdient (...).
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Tageszeitung



