Der einsame Weg
Schauspiel von Arthur Schnitzler![]() |
PREMIERE Donnerstag, 11. Oktober 2007, 20.00 Uhr WEITERE AUFFÜHRUNGEN 13., 14., 18., 19., 20., 25., 26., 27. Okt. 07 um 20.00 Uhr 13. Okt. 08 um 11.00 Uhr Lesung von Schnitzler-Briefen 21. Okt. 07 um 17.00 Uhr Time Code 16., 17., 24. Okt. 07 um 10.00 Uhr (Schulvorstellungen) DAUER: ca. 2 Stunden, 45 Minuten inkl. Pause STUDIO REGIE Patrick Guinand AUSSTATTUNG Carlo Tommasi MIT Gerhard Dorfer, Cornelia Heyse, Peter Hladik, Josef M. Lanz, Christine Lasta, Horst Schily, Peter Schorn, Doina Weber, Eduard Wildner |
Wahrhaftig, das trägt sich am allerschwersten, wenn es Erinnerung geworden ist. Wegrat
Der exzentrische Schriftsteller Stephan von Sala, der charismatische Maler Julian Fichtner und die berühmte Schauspielerin Irene Herms treffen bei Gabriele und ihrem Gatten Professor Wegrat nach geraumer Zeit wieder aufeinander. Die alten Weggefährten erinnern sich an ihre eigene Jugend und in einer Lebensbilanz spüren sie schönen aber auch schmerzhaften Erinnerungen nach. Nach dem Tod von Gabriele werden die Spuren sichtbar, welche die Zeit bei jedem einzelnen hinterlassen hat: Stephan von Sala reflektiert in bruchstückhaften Erinnerungen seinen „Einsamen Lebensweg“ und versucht, mit Gabrieles feinfühligen Tochter Johanna ein neues Leben zu beginnen. Irene Herms betrauert ihre Lebensentscheidung für die Kunst und gegen das Muttersein und Julian Fichtner war für Gabriele weit mehr als nur ein Freund der Familie. So muss sich Gabrieles Sohn Felix zwischen seinem sozialen und seinem leiblichen Vater entscheiden.
„Der einsame Weg“ ist ein stark autobiografisch geprägtes Schauspiel, in dem der große Dramatiker Arthur Schnitzler einen bedeutenden Lebensabschnitt reflektiert. Das herbstlich-melancholische Schauspiel, das Schnitzler teilweise in Südtirol geschrieben hat, legt präzise beobachtend das Hauptaugenmerk auf die psychischen Vorgänge im Inneren der Menschen. Auf unspektakuläre, aber poetische Weise erzählt es von der Einsamkeit des Herzens alternder Egoisten und von der Erinnerung an vergangene Zeiten.
Tageszeitung
[…] Patrick Guinand geht den Weg der eindeutigen Signale, der (über)deutlichen Symbolik des Herausstreichens klarer Beziehungsstrukturen zwischen den Akteuren. […] Trotzdem hört man den Schauspielern gerne zu, die jüngeren – Peter Schorn als Felix und Christine Lasta als Johanna – schlagen sich tapfer, Horst Schily (Stephan von Sala) und Cornelia Heyse (Irene Herms) zeigen Schnitzlers Meisterschaft der Personenzeichnung. […] So wie jede Schnitzler-Aufführung fordert auch diese beim Publikum die Kunst des Zuhörens heraus. Sie bietet eine gute Gelegenheit, sich darin zu üben.
Dolomiten
[…] Felix (ein reifer, ausdruckssicherer Peter Schorn) […] Gabriele (Doina Weber in nur einer, zwischen Lebensgier und Abschied schwankenden Szene) […] Julian Fichtner (Peter Hladik als gealterter, aber unverbesserlicher Lebemann) […] Professor Wegrat (dezent und zuverlässig: Eduard Wildner) […] Johanna (Christine Lasta, etwas zu gekünstelt für ihre frühreife Figur) […] Stephan von Sala (streckenweise eher blass: Horst Schily) […] Irene Herms (ein temperamentvoller Lichtblick: Cornelia Heyse) […] (ein abgeklärter Gerhard Dorfer) […]
Bühnengestalter Carlo Tommasi hat die Atmosphäre mit einer sparsam-eleganten, dem Wiener Secessionsstil nachempfundenen Ausstattung eingefangen, in der Josef M. Lanz als gravitätischer Butler Ausblicke auf einen gepflegten Garten im Hintergrund freigibt.
Zett
[…] aller Raum den Spielern […]
Regisseur Guinand hat in seiner Inszenierung auf die Schauspieler gesetzt und auf die Sprache. […] Man spürt, dass die Darsteller ihren Figuren sehr nahe sind und in ihren Charakterisierungen gut ausgeformt. Horst Schily, Eduard Wildner, Doina Weber, Christine Lasta, Gerhard Dorfer und Josef Lanz halten das Publikum bei Stange […]
Eine bedächtige und im Gebrauch der Mittel konzise Aufführung mit guten Darstellern, die sich jedoch zu sehr in einer Sprachzelebrierung ergeht, die das Erhabene sucht.
Rai Sender Bozen, Mittagsmagazin
[...] In Der einsame Weg ist die Einsamkeit kein Privileg des Alters, auch die Jungen sind davon befallen. Vieles deutet bei Johanna (Christine Lasta) und Felix (Peter Schorn, der ein wenig mit der Sprache hadert) schon zu Beginn darauf hin, dass das Unglück auch sie treffen wird - Guinand setzt immer wieder Zeichen. Es gibt viele Wege, der Einsamkeit auszustellen: durch Arbeit wie Professor Wegrat (Eduard Wildner), Zynismus wie Stephan von Sala (Horst Schily), durch Davonlaufen wie Julian Fichtner (Peter Hladik) oder aufgesetzte Fröhlichkeit wie Irene Herms (Cornelia Heyse). Doch irgendwann müssen sie sich stellen.
Guinand lässt es vor allem auf Konfrontationen ankommen, in denen seine Inszenierung eine spürbare Intimität bekommt. Die Schauspieler haben es mit einem großen Raum zu tun (Ausstattung: Carlo Tommasi) - Familie und Freundschaft sind äußerste, Nähe und Distanz zugleich. Man spürt, dass Regisseur und Ensemble sich etwas vorgenommen haben. Man zeigt, man lässt durchblicken, dass man etwas zu sagen hat.
FF
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„Der einsame Weg“ ist ein stark autobiografisch geprägtes Schauspiel, in dem der große Dramatiker Arthur Schnitzler einen bedeutenden Lebensabschnitt reflektiert. Das herbstlich-melancholische Schauspiel, das Schnitzler teilweise in Südtirol geschrieben hat, legt präzise beobachtend das Hauptaugenmerk auf die psychischen Vorgänge im Inneren der Menschen. Auf unspektakuläre, aber poetische Weise erzählt es von der Einsamkeit des Herzens alternder Egoisten und von der Erinnerung an vergangene Zeiten.
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klickPressestimmen
[…] Patrick Guinand greift nicht in die Trickkiste des deutschen Regietheaters. Er setzt auf Werktreue. Carlo Tommasi hat ihm auf der Studiobühne eine von hohen Wänden umgebene Spielfläche eingerichtet. […] Patrick Guinand ist ein guter Handwerker. Seine Mittel setzt er sparsam ein. […] Souverän stehen die Schauspieler (Eduard Wildner: Professor Wegrat; Peter Hladik: Julian Fichtner; Gerhard Dorfer: Franz Reumann; Cornelia Heyse: Irene Herms) Schnitzlers morbide Bourgeois-Truppe aus.Tageszeitung
[…] Patrick Guinand geht den Weg der eindeutigen Signale, der (über)deutlichen Symbolik des Herausstreichens klarer Beziehungsstrukturen zwischen den Akteuren. […] Trotzdem hört man den Schauspielern gerne zu, die jüngeren – Peter Schorn als Felix und Christine Lasta als Johanna – schlagen sich tapfer, Horst Schily (Stephan von Sala) und Cornelia Heyse (Irene Herms) zeigen Schnitzlers Meisterschaft der Personenzeichnung. […] So wie jede Schnitzler-Aufführung fordert auch diese beim Publikum die Kunst des Zuhörens heraus. Sie bietet eine gute Gelegenheit, sich darin zu üben.
Dolomiten
[…] Felix (ein reifer, ausdruckssicherer Peter Schorn) […] Gabriele (Doina Weber in nur einer, zwischen Lebensgier und Abschied schwankenden Szene) […] Julian Fichtner (Peter Hladik als gealterter, aber unverbesserlicher Lebemann) […] Professor Wegrat (dezent und zuverlässig: Eduard Wildner) […] Johanna (Christine Lasta, etwas zu gekünstelt für ihre frühreife Figur) […] Stephan von Sala (streckenweise eher blass: Horst Schily) […] Irene Herms (ein temperamentvoller Lichtblick: Cornelia Heyse) […] (ein abgeklärter Gerhard Dorfer) […]
Bühnengestalter Carlo Tommasi hat die Atmosphäre mit einer sparsam-eleganten, dem Wiener Secessionsstil nachempfundenen Ausstattung eingefangen, in der Josef M. Lanz als gravitätischer Butler Ausblicke auf einen gepflegten Garten im Hintergrund freigibt.
Zett
[…] aller Raum den Spielern […]
Regisseur Guinand hat in seiner Inszenierung auf die Schauspieler gesetzt und auf die Sprache. […] Man spürt, dass die Darsteller ihren Figuren sehr nahe sind und in ihren Charakterisierungen gut ausgeformt. Horst Schily, Eduard Wildner, Doina Weber, Christine Lasta, Gerhard Dorfer und Josef Lanz halten das Publikum bei Stange […]
Eine bedächtige und im Gebrauch der Mittel konzise Aufführung mit guten Darstellern, die sich jedoch zu sehr in einer Sprachzelebrierung ergeht, die das Erhabene sucht.
Rai Sender Bozen, Mittagsmagazin
[...] In Der einsame Weg ist die Einsamkeit kein Privileg des Alters, auch die Jungen sind davon befallen. Vieles deutet bei Johanna (Christine Lasta) und Felix (Peter Schorn, der ein wenig mit der Sprache hadert) schon zu Beginn darauf hin, dass das Unglück auch sie treffen wird - Guinand setzt immer wieder Zeichen. Es gibt viele Wege, der Einsamkeit auszustellen: durch Arbeit wie Professor Wegrat (Eduard Wildner), Zynismus wie Stephan von Sala (Horst Schily), durch Davonlaufen wie Julian Fichtner (Peter Hladik) oder aufgesetzte Fröhlichkeit wie Irene Herms (Cornelia Heyse). Doch irgendwann müssen sie sich stellen.
Guinand lässt es vor allem auf Konfrontationen ankommen, in denen seine Inszenierung eine spürbare Intimität bekommt. Die Schauspieler haben es mit einem großen Raum zu tun (Ausstattung: Carlo Tommasi) - Familie und Freundschaft sind äußerste, Nähe und Distanz zugleich. Man spürt, dass Regisseur und Ensemble sich etwas vorgenommen haben. Man zeigt, man lässt durchblicken, dass man etwas zu sagen hat.
FF
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