DER EINGEBILDETE KRANKE
LE MALADE IMAGINAIREKomödie von Jean-Baptiste Molière
Deutsch von Gabriele Groenewold
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PREMIERE Freitag, 25. Januar 2008, 20.00 Uhr WEITERE AUFFÜHRUNGEN 26., 30., 31. Jan. und 01., 02., 05. Feb. 08 um 20.00 Uhr 26. Jan. 08 um 19.15 Stückeinführung 03. Feb. 08 um 17.00 Uhr 29., 30. Jan. 08 um 10.00 Uhr (Schulvorstellung) DAUER 2,5 Stunden inkl. Pause GROSSES HAUS REGIE Monika Steil BÜHNE Annette Meyer KOSTÜME Rainer H. Gawenda MUSIK Stephen Lloyd MIT Georg Clementi, Armin Dallapiccola, Marie-Therese Futterknecht, Hannes Holzer, Brigitte Knapp, Alexandra Krismer, Josef M. Lanz, Christine Lasta, Lukas Lobis, Stefano Marcello, Franz Suhrada |
Das sollst du so verstehen, Bruder, dass ich niemanden kenne, der weniger krank wäre als du.
Béralde
Béralde
Der wohlhabende Bürger Argan hält sich trotz seiner robusten Gesundheit für todkrank. Geplagt von unzähligen Krankheitssymptomen tyrannisiert er seine Familie und verschreibt sich Ärzten und Apothekern, die ihn regelmäßig mit teuren Medikamenten versorgen. Doch die eingebildete Krankheit hat den egozentrischen Argan längst blind für seine Umgebung gemacht: Weder durchschaut er seine zweite Frau Béline, die die treusorgende Gattin nur mimt und es in Wirklichkeit auf sein Geld abgesehen hat, noch erkennt er die Liebe seiner Tochter Angélique zu Cléante. Aus Eigennutz will Argan sie zur Ehe mit einem debilen Arztsohn zwingen. Gegen diese selbstherrliche Eitelkeit weiß seine Familie nur ein Mittel: selbst zu Verstellung und Täuschung greifen! Und so treiben das Dienstmädchen Toinette und Argans Bruder Béralde bald ein geschicktes Spiel mit Argan, das ihn wieder zur Vernunft bringen soll.
Molières letzte Komödie „Der eingebildete Kranke“, 1673 im Pariser Palais Royal uraufgeführt, ist eine bitterböse Farce auf das Geschäft mit Krankheit und auf die Angst vor dem Tod. Das grandiose Spiel um Gesundheit und Krankheit, Hypochondrie und Todesangst macht Molières letzte Komödie auch heute noch zu einem seiner erfolgreichsten Stücke. Jean-Baptiste Molière gilt als Schöpfer der französischen Charakterkomödie und stand in den meisten seiner Stücke selbst auf der Bühne. Von tragischer Ironie ist es, dass Molière selbst, als er den Argan spielte, kurz nach der vierten Vorstellung noch im Kostüm starb.
Armin Dallapiccola spielt ihn (Argan) hinreißend lebensecht, grotesk unappetitlich, rücksichtslos auf den eigenen heiligen Lieb konzentriert […].
Um diesen Protagonisten agieren die Typen, allen voran das freche Dienstmädchen Toinette, eine Alexandra Krismer, die temperamentvoll alle Register zieht, um dem Verrannten die Augen zu öffnen. Die (von Rainer H. Gawenda mit abstrakten, an Depero erinnernden Kostümen ausstaffierte) Familie – Tochter Angélique (Brigitte Knapp), ein zappeliges Hampelpüppchen, das überraschenden Eigensinn entwickelt, Stiefmutter Béline (Marie-Therese Futterknecht), eine überkandidelte Erbschleicherin, Louison, ein graziler Hupfauf (Christine Lasta) und Argans Bruder, der Alternativapostel Béralde (Lukas Lobis) – bewegen sich um ihn wie Trabanten, sekundieren offen und intrigieren heimlich, jeder auf seine Art.
[…] Regisseurin Monika Steil betont das Possenhafte der Satire, und dazu hat sie die Figuren maximal karikiert.
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Molières letzte Komödie „Der eingebildete Kranke“, 1673 im Pariser Palais Royal uraufgeführt, ist eine bitterböse Farce auf das Geschäft mit Krankheit und auf die Angst vor dem Tod. Das grandiose Spiel um Gesundheit und Krankheit, Hypochondrie und Todesangst macht Molières letzte Komödie auch heute noch zu einem seiner erfolgreichsten Stücke. Jean-Baptiste Molière gilt als Schöpfer der französischen Charakterkomödie und stand in den meisten seiner Stücke selbst auf der Bühne. Von tragischer Ironie ist es, dass Molière selbst, als er den Argan spielte, kurz nach der vierten Vorstellung noch im Kostüm starb.
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[…]Armin Dallapiccola spielt ihn (Argan) hinreißend lebensecht, grotesk unappetitlich, rücksichtslos auf den eigenen heiligen Lieb konzentriert […].
Um diesen Protagonisten agieren die Typen, allen voran das freche Dienstmädchen Toinette, eine Alexandra Krismer, die temperamentvoll alle Register zieht, um dem Verrannten die Augen zu öffnen. Die (von Rainer H. Gawenda mit abstrakten, an Depero erinnernden Kostümen ausstaffierte) Familie – Tochter Angélique (Brigitte Knapp), ein zappeliges Hampelpüppchen, das überraschenden Eigensinn entwickelt, Stiefmutter Béline (Marie-Therese Futterknecht), eine überkandidelte Erbschleicherin, Louison, ein graziler Hupfauf (Christine Lasta) und Argans Bruder, der Alternativapostel Béralde (Lukas Lobis) – bewegen sich um ihn wie Trabanten, sekundieren offen und intrigieren heimlich, jeder auf seine Art.
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