LIEBESGESCHICHTEN UND HEIRATSSACHEN
REGIE Christine Wipplinger BÜHNE Friedrich Despalmes KOSTÜME Cordula Stummeyer MUSIK Stephen Lloyd LICHT Micha Beyermann MIT Fritz Egger, Anton Gallmetzer, Kathrin Hirber, Peter Hladik, Thomas Hochkofler, Christoph Humnig, Josef M. Lanz, Christine Lasta, Liz Marmsoler, Silvia Meisterle, David Oberkogler, Patrizia Pfeifer, Markus Soppelsa, Oswald Waldner Sollt’ denn die Welt wirklich so sein, dass der nix mehr gilt, der nix mehr hat? ANTON BUCHNER |
![]() von Johann Nepomuk Nestroy Bearbeitung von Christine Wipplinger PREMIERE 25. September 09 um 20.00 Uhr GROSSES HAUS AUFFÜHRUNGSTERMINE 25., 26., 30. Sept., 01., 02., 03. und 04. Okt. 09 jeweils 20.00 Uhr DAUER 2 h 10 min. inkl. eine Pause STÜCKEINFÜHRUNG 26. Sept. 09 um 19.15 Uhr WIENER LIEDERABEND 29. September 2009, 20.00 Uhr, Stadt Hotel Città Liebesgeschichten und Heiratssachen, 1843 am Theater an der Wien uraufgeführt, ist eine Posse, in der Nestroy den zunehmenden Materialismus und die Geldgier der Gesell- schaft mit ungewohnter Bosheit und Schärfe kritisiert. Der Text sprüht vor aberwitzigen Wortschöpfungen, intelligentem Wort- witz und beißender Ironie. Johann Nestroy erweist sich aber- mals als hervorragender Menschenbeobachter seiner Zeit. Alfred liebt Ulrike, Anton die scheinbar gehorsame Fanny, Nebel die vierzigtausend Gulden reiche Lucia. Wenn das nur alles so einfach wäre mit der Liebe. Die Paare finden schnell - lig wieder auseinander. Ach, die Väter! Geldgierig schaut Fleischselcher Florian Fett dem Bräutigam seiner Tochter Fanny in die Geldtasche. Mit Verachtung prüft der feine Marche- se Vincelli das schnodderige Wesen der Braut seines Sohnes Alfred. Alles dreht sich um Gulden und Standesdünkel. Klar schaut da jeder, dass er sich gut verheiratet. Und es sind vor allem die Männer, die danach trachten, getreu dem Motto: Hat man was, so ist man wer. Doch das liebe Geld macht imperti- nent: Florian Fett hat es zwar im Leben zu etwas gebracht, lebt mit Fanny in einer prächtigen Villa, pflegt den feinen Ton, wenn es aber darum geht, ein nobler Mensch zu sein, fällt er grob- schlächtig aus der Rolle und in der Hoffnung auf ein paar wei- tere Groschen dem Marchese vor die Füße. Die Liebe hat es schwer in diesem Stück. Und die Heiratssachen lassen im Wirrwarr von Verwechslung und Verwicklung lange auf sich warten. Aber die Hoffnung stirbt bekanntlich zuletzt. Fotogalerie |



