NATHAN DER WEISE
Dramatisches Gedicht in fünf AufzügenVon Gotthold Ephraim Lessing
PREMIERE: 8. Oktober 2010, 20.00 Uhr, Studio
STÜCKDAUER: 2h 25min, inkl. 1 Pause
| Der reiche Jude Nathan trägt ein Geheimnis mit sich: Seine Tochter Recha, die er als Jüdin aufzieht, ist ein angenommenes Kind und eigentlich getaufte Christin. Einzig seine Haushälterin Daja – ebenfalls Christin – ist eingeweiht und schweigt. Als Nathan von einer langen Geschäftreise nach Jerusalem heimkehrt, hört er schon von weitem, dass sein Haus brannte. Recha wäre mitverbrannt, hätte nicht ein Tempelherr sie mutig aus den Flammen gerettet. Dieser war zuvor von Sultan Saladin, dem muslimischen Herrscher über Jerusalem, begnadigt worden, obwohl er als Kreuzritter zum gegnerischen Lager gehört. Saladin fühlte sich an seinen verschollenen jüngeren Bruder erinnert und hatte ihm deshalb das Leben geschenkt. Wir schreiben das Jahr 1191, die Christen rüsten zum dritten Kreuzzug, die Heilige Stadt Jerusalem ist erneut in Gefahr und die Staatskasse des Saladin leer. Nathan soll Saladin Kredit geben und wird von ihm mit einer Frage in die Falle gelockt: Welche Religion ist die wahre? „Nathan der Weise“ (1779) ist rührend, ernst und heiter zugleich, im Sinne Lessings eine ernste Komödie. Er stellt ein Zitat von Heraklit an den Anfang: „Tretet ein, denn auch hier sind Götter!“ Diese Worte bringen die zentrale Aussage des dramatischen Gedichts auf den Punkt: Wo Götter sind, stellt sich die Frage nach dem richtigen Gott und damit nach der wahren Religion. Lessings Stück führt uns humorvoll, scharf und unerschrocken heutige Vorurteile vor Augen und hebt mit der berühmten Ringparabel die Frage nach der einzig wahren Religion meisterhaft aus den Angeln. Wir schreiben das Jahr 2010, Jerusalem ist bis heute umkämpft. |
STÜCKEINFÜHRUNG:
9. Oktober 2010, 19.15 Uhr, Foyer Studio
PHILOSOPHEN IM THEATER
Prof. Dr. Karl-Josef Kuschel
„Lessings Parabel von den drei Ringen – Eine bleibende Herausforderung der Religionen“
15. Oktober 2010, 20.00 Uhr, Studio
Eintritt frei
AUFFÜHRUNGSTERMINE:
| FR | 08. Okt. 10 | 20.00 Uhr | |
| SA | 09. Okt. 10 | 19.15 Uhr | Stückeinführung* |
| SA | 09. Okt. 10 | 20.00 Uhr | |
| DI | 12. Okt. 10 | 10.00 Uhr | Schulvorstellung |
| MI | 13. Okt. 10 | 10.00 Uhr | Schulvorstellung |
| MI | 13. Okt. 10 | 20.00 Uhr | |
| DO | 14. Okt. 10 | 20.00 Uhr | |
| FR | 15. Okt. 10 | 20.00 Uhr | Philosophen im Theater* |
| SA | 16. Okt. 10 | 20.00 Uhr | |
| SO | 17. Okt. 10 | 20.00 Uhr | |
| DI | 19. Okt. 10 | 10.00 Uhr | Schulvorstellung |
| MI | 20. Okt. 10 | 10.00 Uhr | Schulvorstellung |
| MI | 20. Okt. 10 | 20.00 Uhr | |
| DO | 21. Okt. 10 | 20.00 Uhr | |
| FR | 22. Okt. 10 | 20.00 Uhr | |
| SA | 23. Okt. 10 | 20.00 Uhr |
*Die Veranstaltungen finden im Rahmen des Spielzeitforums statt.

VERSIONE ITALIANA




REGIE
Monika Steil
AUSSTATTUNG
Annette Meyer
LICHT
Doris Schopf
MIT
Christian Dieterle
Florian Eisner
Günter Gräfenberg
Cornelia Heyse
Stella Hilb
Hannes Holzer
Peter Hladik
Brigitte Jaufenthaler
Karl-Heinz Macek






