KLAMMS KRIEG
Monolog von Kai Hensel| Klamm betritt das Klassenzimmer, die Ablehnung seiner Schüler schlägt ihm entgegen wie eiskalter Wind. Die Schüler haben Klamm den Krieg erklärt. Sie machen ihn für den Selbstmord des älteren Mitschülers Sascha verantwortlich und fordern Klamm in einem Brief auf, sich bei der gesamten Schülerschaft zu entschuldigen. Nur ein Punkt hat dem Prüfling zum Bestehen der Matura gefehlt. Aber Klamm wollte Sascha diesen Punkt nicht geben, seine Leistung war es nicht wert. Klamm konnte nicht anders handeln, obwohl Sascha blass vor Angst angedroht hatte, er werde sich umbringen, wenn er den Punkt nicht bekommen würde. Jetzt ist Sascha tot. Klamm, der lange an den Wert und die Vermittlung von Wissen geglaubt hat, redet an gegen eine Mauer des Schweigens. Der Krieg der Schüler verkehrt sich in einen Krieg des Lehrers gegen sich selbst. Es entpuppt sich eine gebrochene, desillusionierte Persönlichkeit, die ängstlich bangt um ihren Job, von den Kollegen nicht ernst genommen und von den Schülern boykottiert wird. Ein verzweifelter, ein sehr einsamer Krieg für den Lehrer Klamm. Der Monolog von Kai Hensel ist ein spannendes Psychogramm, das den Ursachen von Gewalt in einem System von Abhängigkeit und Unterdrückung auf den Grund geht. Alptraum Schule – für Lehrer und für Schüler. Gibt es einen Weg hinaus? Die Premiere fand am 15. Jänner 2010 im Humanistischen Gymnasium Meran statt. |
VORSTELLUNGEN IN DER KLASSE
Auf Anfrage bei Evi Niedermair
T 0471 065 330
ABENDVORSTELLUNGEN
am 4., 10. und 11. Februar im
Humanistischen Gymnasium Bozen
jeweils 20 Uhr.
Anmeldung unter Tel. 0471/065320
Eintritt frei



