Vereinigte Bühnen Bozen
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WUNSCHKONZERT / GASSOSA

Stummes Schauspiel von Franz Xaver Kroetz
Monolog von Roberto Cavosi
Deutsch von Margareth Obexer


Eine Koproduktion mit dem Teatro Stabile di Bolzano

Wunschkonzert / Gassosa Premiere in deutscher Sprache: Freitag, 11. November 2005, 20.30 Uhr
Premiere in italienischer Sprache: Donnerstag, 10. November 2005, 20.30 Uhr
Weitere Aufführungen in deutscher Sprache: 12.11., 17.11., 18.11., 19.11., 29.11., 30.11., 01.12.05 - 20.30 Uhr
15.11., 16.11.05 - 10.00 Uhr
20.11.05 - 17.00 Uhr
Weitere Aufführungen in italienischer Sprache: 24.11., 25.11., 26.11., 02.12., 03.12.05 - 20.30 Uhr
13.11., 27.11., 04.12.05 - 16.00 Uhr

Studio
Regie: Cristina Pezzoli
Bühne und Kostüme: Giacomo Andrico
Licht Design:Cesare Accetta
Sound Design: Hubert Westkemper
Mit: Patrizia Milani, Alexandra Tichy


So haben wir nur viele Fälle von kleinen, törichten Selbstmorden und Morden, die selbst wieder affirmativ funktionieren. (...) Damit säubern sie unfreiwillig die Gesellschaft, gegen die sie klagen. Franz Xaver Kroetz

Era un tema sconvolgente, con profonde sfaccettature umane. Roberto Cavosi

Wunschkonzert: Ein x-beliebiger Feierabend im Leben des Fräulein Rasch, ein Tag wie jeder andere. Akribisch verrichtet die Frau ihre alltäglichen Rituale in ihren trostlosen vier Wänden: vom Putzen und Abspülen über Essen und Fernsehen, hin zu Abendtoilette und abendlichem Kontrollgang in ihrer Wohnung. Doch am Ende des einsamen Tages ist an diesem Abend eines anders: die Frau nimmt vor dem Zubettgehen Schlaftabletten und wird am Morgen nicht wie gewohnt erwachen.

Gassosa: An einem x-beliebigen Tag bereitet eine Mutter ihrem Sohn Paolo das Abendessen zu. Sie spricht mit dem schlafenden Sohn und erzählt von den Freuden und Leiden dieser Mutter-Sohn-Beziehung. Doch nach und nach entpuppt sich die anfängliche Familienidylle zu einer grotesk grausamen Realität: Die Mutter hat sich von ihrem drogenabhängigen und gewalttätigen Sohn befreit.

Zwei Stücke über das Leben von Menschen, deren Leben eines Tages unerwartet als Schlagzeile in den Medien aufscheint. Der Münchner Dramatiker Franz Xaver Kroetz und der Meraner Autor Roberto Cavosi spüren den Schicksalen nach, die sich hinter den Schlagzeilen verbergen: trostlose Biographien, nicht erfüllte Erwartungen, aussichtlose Hoffnungen und kleine Träume.
Die Vereinigten Bühnen Bozen und das Teatro Stabile di Bolzano bringen die beiden Einpersonenstücke gemeinsam auf die Bühne. Abwechselnd wird an einem Abend die deutsche, am nächsten die italienische Version gezeigt.

Pressestimmen

"Cristina Pezzoli formt Übersichtliches. Einheitliches. Eine Spielmeisterin. Immer überzeugend...
Das ist heute wieder aktuell. Auch in Südtirol. Kleine Leben. Großer Schmerz." Tageszeitung


"Es ist beeindruckend zu sehen, dass für den deutschsprachigen und den italienischsprachigen Theaterabend zwei sehr unterschiedliche Aufführungen entstehen, und jede ist auf ihre Art stimmig. Es geht nicht darum, die beiden Versionen zu vergleichen, denn es zeigt sich, dass jede der beiden Interpretationen den Texten gerecht wird: Die härtere, bitterere Darbietung von Alexandra Tichy macht das Unglück und vor allem die Verzweiflung der Frauen von Anfang an stärker spürbar; die weichere Interpretation von Patrizia Milani lebt stärker vom unterschwellig Atmosphärischen." Dolomiten

"Patrizia Milani spielt ihre Rolle in "Gassosa" (...) mit einem stillen Schmerz, der sich in den ganzen Körper ausdehnt, Alexandra Tichy mit einer Energie, die anschwillt und wieder abflacht - sie ist beinahe schon cool. Doch die Verzweiflung sitzt dicht unter der Haut. Beide haben Mut zur Hässlichkeit, sie spielen mit dem Stück Fleisch in ihren Händen, sie legen es auf den Tisch ohne Teller, sie verzehren es beinahe roh. Man sieht die Unterschiede zwischen der deutschen und der italienischen Schauspielerin - die eine gerade und direkt, offener, die andere melancholischer, pathetischer - in einem positiven Sinn...
Cristina Pezzoli hat äußerst präzise gearbeitet, hat nichts Zufälliges oder Privates geduldet, sie hat ein Netz von Gefühlen gewoben, aus denen die Figuren nicht herauskönnen. Sie ist deutlich, doch die Botschaft entsteht nicht durch Äußerlichkeiten, sondern aus dem, was aus dem Inneren kommt. Und das ist eine Leistung." ff

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