Bozen, den 22.10.2008
Vereinigte Bühnen Bozen
Das Jahr magischen Denkens
„Trauer ist ein Ort, den niemand von uns kennt.“
Nach dem schlagzeilenträchtigen Spielzeitauftakt mit Peter Turrinis „Der tollste Tag“ bringen die Vereinigten Bühnen Bozen mit ihrer zweiten Produktion weitere Tabuthemen auf die Bühne: Das Schauspiel von Joan Didion, „Das Jahr magischen Denkens“ ist ein Versuch, das Phänomen Tod zu fassen, eine bewegende Studie der Trauer, Erinnerung und Liebe.
Joan Didion verliert innerhalb von zwei Jahren ihren Ehemann und ihre einzige Tochter. Basierend auf Memoiren schreibt die US-amerikanische Schriftstellerin und Essayistin einen berührenden Frauenmonolog, „Das Jahr magischen Denkens", der Publikum und Kritik weltweit beeindruckte. Zart und analytisch, poetisch und zuweilen sehr distanziert formuliert Didion ihren Schmerz und ihre grenzenlose Einsamkeit. Sie verarbeitet den Schock, den der zweifache Tod in ihr auslöste, und bahnt sich durch das Schreiben einen Weg zurück ins Leben.
„Sie sehen mich auf dieser Bühne, Sie sitzen neben mir in einem Flugzeug, Sie begegnen mir zufällig in einem Restaurant, Sie wissen, was mir passiert ist. Sie wollen nicht daran denken, dass es Ihnen passieren könnte. Darum bin ich hier“.
Cornelia Heyse wird diesen Monolog auf der Studiobühne des Bozner Stadttheaters spielen.
Heyse, die in Weimar aufgewachsen ist und in Berlin lebt, war bereits bei vielen großen Bühnen im deutschsprachigen Raum engagiert. Unter anderen beim Schauspiel Leipzig, dem Deutschen Theater Berlin, dem Theater Basel und als Gast in Hamburg, München und Zürich. Die Südtiroler haben sie an den Vereinigten Bühnen Bozen zuletzt in O’Neills „Eines langen Tages Reise in die Nacht“, Arthur Schnitzlers „Der einsame Weg“ und Oscar Wildes „Bunbury“ kennen und lieben gelernt.
Auch Regisseur Carsten Bodinus hat bereits reichlich Bozen-Erfahrung. Er ist in Berlin
Aufgewachsen wo er auch seine Schauspielausbildung an der Akademie der Künste Berlin genießt. Engagements in Luzern, am Staatstheater Kassel und Schauspielhaus Düsseldorf. In dieser Zeit entstehen seine ersten Regiearbeiten. Für die Düsseldorfer Stella-Inszenierung wurde er von Theaterheute unter die Regisseure des Jahres gewählt. Danach folgten Inszenierungen in Nürnberg, Braunschweig, am Schauspielhaus Zürich sowie Oberspielleitungen am Theater Essen und am Staatstheater Karlsruhe. Später wurde er als Schauspieldirektor nach Freiburg geholt. Seine letzten Inszenierungen an den Vereinigten Bühnen Bozen waren „Das Maß der Dinge“ von LaBute und O’Neills „Eines langen Tages Reise in die Nacht“.
Die Autorin Joan Didion (geb. 1934) studierte Literatur in Berkeley und arbeitete als freie Journalistin für zahlreiche große amerikanische Zeitungen. Sie war Redakteurin der Vogue, hat fünf Romane sowie mehrere Essaybände veröffentlicht. Im Jahr 2005 erhielt sie für „Das Jahr magischen Denkens“ den National Book Award. An das Leben nach dem Tod glaubt Didion nicht, auch nicht an das Weiterleben in der Erinnerung der Hinterbliebenen: „Die Erinnerung, jede Erinnerung, schrumpft im Lauf der Zeit auf die Größe einer Fotografie zusammen. Manchmal ist eine Fotografie buchstäblich alles, was von einem Menschen übrig bleibt. Man will nicht, dass die Vergangenheit sich einem entzieht und damit die Erinnerung an die, die man geliebt hat. Aber es passiert einfach. Es muss passieren, sonst kann man nicht weiterleben.“
DAS JAHR MAGISCHEN DENKENS
(The Year of Magical Thinking)
Schauspiel von Joan Didion
Deutsch von Terence French
REGIE Carsten Bodinus
AUSSTATTUNG Nicolaus-Johannes Heyse
MIT Cornelia Heyse
Info 0471 327 930; www.theater-bozen.it
Premiere Samstag, 18. Oktober 2008, 20.00 Uhr
Stadttheater Bozen, Studio
Weitere Termine
Do, 23. bis Sa 25. sowie Mi, 29. bis Fr, 31.10. – 20 Uhr
So, 26.10. und So, 2.11. – 17 Uhr
Tickets und Infos unter
Tel. 0471/327 930 (VBB),
Tel. 0471/053 800 (Theaterkasse),
Tel. 0471/92 77 77 (Athesia-Ticket)
oder www.theater-bozen.it.
Vereinigte Bühnen Bozen
Das Jahr magischen Denkens
„Trauer ist ein Ort, den niemand von uns kennt.“
Nach dem schlagzeilenträchtigen Spielzeitauftakt mit Peter Turrinis „Der tollste Tag“ bringen die Vereinigten Bühnen Bozen mit ihrer zweiten Produktion weitere Tabuthemen auf die Bühne: Das Schauspiel von Joan Didion, „Das Jahr magischen Denkens“ ist ein Versuch, das Phänomen Tod zu fassen, eine bewegende Studie der Trauer, Erinnerung und Liebe.
Joan Didion verliert innerhalb von zwei Jahren ihren Ehemann und ihre einzige Tochter. Basierend auf Memoiren schreibt die US-amerikanische Schriftstellerin und Essayistin einen berührenden Frauenmonolog, „Das Jahr magischen Denkens", der Publikum und Kritik weltweit beeindruckte. Zart und analytisch, poetisch und zuweilen sehr distanziert formuliert Didion ihren Schmerz und ihre grenzenlose Einsamkeit. Sie verarbeitet den Schock, den der zweifache Tod in ihr auslöste, und bahnt sich durch das Schreiben einen Weg zurück ins Leben.
„Sie sehen mich auf dieser Bühne, Sie sitzen neben mir in einem Flugzeug, Sie begegnen mir zufällig in einem Restaurant, Sie wissen, was mir passiert ist. Sie wollen nicht daran denken, dass es Ihnen passieren könnte. Darum bin ich hier“.
Cornelia Heyse wird diesen Monolog auf der Studiobühne des Bozner Stadttheaters spielen.
Heyse, die in Weimar aufgewachsen ist und in Berlin lebt, war bereits bei vielen großen Bühnen im deutschsprachigen Raum engagiert. Unter anderen beim Schauspiel Leipzig, dem Deutschen Theater Berlin, dem Theater Basel und als Gast in Hamburg, München und Zürich. Die Südtiroler haben sie an den Vereinigten Bühnen Bozen zuletzt in O’Neills „Eines langen Tages Reise in die Nacht“, Arthur Schnitzlers „Der einsame Weg“ und Oscar Wildes „Bunbury“ kennen und lieben gelernt.
Auch Regisseur Carsten Bodinus hat bereits reichlich Bozen-Erfahrung. Er ist in Berlin
Aufgewachsen wo er auch seine Schauspielausbildung an der Akademie der Künste Berlin genießt. Engagements in Luzern, am Staatstheater Kassel und Schauspielhaus Düsseldorf. In dieser Zeit entstehen seine ersten Regiearbeiten. Für die Düsseldorfer Stella-Inszenierung wurde er von Theaterheute unter die Regisseure des Jahres gewählt. Danach folgten Inszenierungen in Nürnberg, Braunschweig, am Schauspielhaus Zürich sowie Oberspielleitungen am Theater Essen und am Staatstheater Karlsruhe. Später wurde er als Schauspieldirektor nach Freiburg geholt. Seine letzten Inszenierungen an den Vereinigten Bühnen Bozen waren „Das Maß der Dinge“ von LaBute und O’Neills „Eines langen Tages Reise in die Nacht“.
Die Autorin Joan Didion (geb. 1934) studierte Literatur in Berkeley und arbeitete als freie Journalistin für zahlreiche große amerikanische Zeitungen. Sie war Redakteurin der Vogue, hat fünf Romane sowie mehrere Essaybände veröffentlicht. Im Jahr 2005 erhielt sie für „Das Jahr magischen Denkens“ den National Book Award. An das Leben nach dem Tod glaubt Didion nicht, auch nicht an das Weiterleben in der Erinnerung der Hinterbliebenen: „Die Erinnerung, jede Erinnerung, schrumpft im Lauf der Zeit auf die Größe einer Fotografie zusammen. Manchmal ist eine Fotografie buchstäblich alles, was von einem Menschen übrig bleibt. Man will nicht, dass die Vergangenheit sich einem entzieht und damit die Erinnerung an die, die man geliebt hat. Aber es passiert einfach. Es muss passieren, sonst kann man nicht weiterleben.“
DAS JAHR MAGISCHEN DENKENS
(The Year of Magical Thinking)
Schauspiel von Joan Didion
Deutsch von Terence French
REGIE Carsten Bodinus
AUSSTATTUNG Nicolaus-Johannes Heyse
MIT Cornelia Heyse
Info 0471 327 930; www.theater-bozen.it
Premiere Samstag, 18. Oktober 2008, 20.00 Uhr
Stadttheater Bozen, Studio
Weitere Termine
Do, 23. bis Sa 25. sowie Mi, 29. bis Fr, 31.10. – 20 Uhr
So, 26.10. und So, 2.11. – 17 Uhr
Tickets und Infos unter
Tel. 0471/327 930 (VBB),
Tel. 0471/053 800 (Theaterkasse),
Tel. 0471/92 77 77 (Athesia-Ticket)
oder www.theater-bozen.it.


