Vereinigte Bühnen Bozen
HOME|NEWS|SPIELPLAN|MENSCHEN|KINDER & JUGEND|SERVICE|MEDIEN|ÜBER UNS|KONTAKT
Bozen, den 13.1.2009
Pressemitteilung 04-01

Krieg der Königinnen


Mit einem Klassiker gehen die Vereinigten Bühnen Bozen ins neue Jahr. Ab 16. Januar steht im Studio des Stadttheaters Bozen Friedrich Schillers „Maria Stuart“ auf dem Spielplan. Zwei mächtige und rivalisierende Frauen kämpfen um Männer, Macht und Religionen.


Mit allen Ingredienzien eines Kriminalschauspiels erzählt Schiller von den letzten Stunden der schottischen Königin Maria Stuart, die von ihrer Verwandten Elisabeth, Königin von England, im Kerker festgehalten wird. Des Hochverrats angeklagt, da sie ihren Anspruch auf den englischen Thron geltend macht, hofft Maria bis zuletzt ihre Hinrichtung abzuwenden. Ihr Leben liegt in der Hand von Elisabeth, deren Berater sich über die Marias zukünftiges Schicksal uneinig sind. Trotz Versuche verschiedenster Kräfte Maria zu befreien, gewinnt am Ende die Gewalt: Elisabeth, selbst Verstrickt in Fragen von Schuld, Moral, Religion und Staatsinteresse, unterschreibt das Todesurteil. Maria wird hingerichtet.

Friedrich Schiller, neben Goethe der Dichter der deutschen Klassik, feiert 2009 seinen 250. Geburtstag. Seine Werke sind unverändert aktuell. Regisseurin Monika Steil findet in Maria Stuart einen Bezug zur tagespolitischen Situation in Europa und der Finanzkrise: „Wir erleben, dass niemand zur Verantwortung gezogen werden kann, weil sich alles hinter irgendwas versteckt. Das ist auch das politische Problem von Elisabeth. Schiller hat eine Figur „erfunden“, die politisch alles so machen will, dass sie ihre weiße Weste behält. Im Fall der Maria Stuart gelingt ihr das nicht und das ist ihr größtes Problem, dass sie den Schein nicht wahren kann.“

Monika Steil hat das Original auf fast die Hälfte gekürzt, konzentriert sich in ihrer Inszenierung auf das Essenzielle und lässt das Stück in unserer Zeit ankommen. Unterstützt wird sie dabei von den Kostümen von Rainer H. Gawenda, die Elisabethanisches mit der Moderne kombinieren, und dem Bühnenbild von Annette Meyer, das den Blick des Zuschauers auf das Wesentliche lenken soll. In den Hauptrollen sind Marie-Therese Futterknecht (Elisabeth), Seraphine Rastl (Maria Stuart), Thomas Hochkofler (Leicester) und Christoph Humnig (Mortimer) zu sehen.

Premiere ist am Freitag, 16. Jänner, 20.00 Uhr im Studio des Stadttheaters Bozen.
Weitere Aufführungen:
17. , 22. , 23., 24., 28., 29., 30., 31. Januar, jeweils 20.00 Uhr und am 18. Januar um 17.00 Uhr.
Tickets und Infos unter Tel. 0471/327 930 (VBB), Tel. 0471/053 800 (Theaterkasse), Tel. 0471/92 77 77 (Athesia-Ticket) oder www.theater-bozen.it.


MARIA STUART
Schauspiel von Friedrich Schiller

Ab Freitag 16. Jänner 2009
STADTTHEATER BOZEN, STUDIO

REGIE Monika Steil
BÜHNE Annette Meyer
KOSTÜME Rainer H. Gawenda

MIT Paul Demetz, Christian Dieterle, Marie-Therese Futterknecht, Günther Gräfenberg, Thomas Hochkofler, Hannes Holzer, Christoph Humnig, Markus Oberrauch, Seraphine Rastl, Oswald Waldner