Der Koffer

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Krimi von Thomas Raab, Uraufführung, Auftragswerk

Regie Alexander Kratzer, Musik Romed Hopfgartner, Manu Delago (Björk), Darsteller Karo Guthke, Thomas Hochkofler, Horst Krebs, Patrizia Pfeifer, Peter Schorn, Bühne Luis Graninger, Kostüme Anne Buffettrille, Licht Hubert Schwaiger


In den Laubenstädten Südtirols treibt ein Serienmörder sein Unwesen. Fünf Morde sind geplant, genüsslich zählt der Mörder vor aller Augen herunter, von 5 auf 1, lässt die Abstände kürzer werden, als wäre es ein Spiel, und nichts scheint ihn aufhalten zu können, außer möglicherweise er sich selbst. Frauen sind das Objekt seiner Begierde. Er durchtrennt ihnen die Kehle, von rechts nach links, offensichtlich ist der Mörder Linkshänder. Auch muss er ein Nahverhältnis zu seinen Opfern gehabt haben, weil außer den Schnittwunden am Hals keine Spuren von Gewalt zu erkennen sind. Fast zärtlich legt er die Leichen aufs Pflaster, raubt ihnen die Schuhe und verschwindet, jedoch nicht bevor er am Tatort zwei rätselhafte Hinweise hinterlässt, die scheinbar auf den nächsten verweisen: ein Stierkopf und die Saite eines Streichinstruments, ein Veilchen und eine Nadel, ein Eisblock und ein Strohhalm. Doch warum steht neben der Leiche unter den Bozner Lauben nur ein Koffer? Die beiden Kommissare Hans Ketzer und Josef Rosenkranz ermitteln, sie kommen bald drauf, dass der grausame Mörder auch eine Frau sein kann…

„Der Koffer“ ist ein Krimi zwischen Bozen und Bern. Seine Handlung verbindet zwei Länder, zwei Städte, zwei Theater. Dem österreichische Krimimeister Thomas Raab geht es dabei weder „zwangsweise um das Böse oder das Kriminelle, sondern darum, eine spannende Geschichte verfolgen zu können, die am Ende keine Frage offen lässt. So ein Krimi flirtet geschickt mit der Harmoniesucht, dem Forschergeist und der Lösungsphobie des Menschen, der ja grundsätzlich allem auf die Spur kommen möchte, außer sich selbst“, so der Autor.