Michael Kohlhaas

Share on Google+

Nach der Erzählung von Heinrich von Kleist Koproduktion mit dem Theater an der Effingerstrasse Bern

Regie Alexander Kratzer, Musik Markus Tavakoli, Bühne Luis Graninger, Kostüme Cornelia Kraske, Licht Gordana Crnko, Dramaturgie Elisabeth Thaler

mit Florian Eisner, Christoph Griesser, Karo Guthke, Horst Krebs, Peter Schorn

 

 

Inhalt

Der Pferdehändler Michael Kohlhaas gilt als ehrbarer Geschäftsmann und guter Staatsbürger. Als er auf dem Weg zum Viehmarkt an der Burg des Junkers Wenzel von Tronka vorbeikommt, versperrt ihm plötzlich ein Schlagbaum den Weg. Er wird genötigt, zwei Pferde als Pfand zurückzulassen, während er einen Pass besorgen muss. Als er erfährt, dass die Geschichte mit dem Pass ein Märchen ist, kehrt er zur Burg zurück und findet seine Pferde abgemagert wieder. Nun fordert er Gerechtigkeit, doch diese wird ihm verwehrt, also hebt er in Selbstjustiz zu einem erbitterten Rachefeldzug gegen Willkür und Macht an. Erst als Luther ihn zum Innehalten auffordert, will Kohlhaas wieder den Rechtsweg einschlagen, doch was ist Recht und Gerechtigkeit?

 

„Michael Kohlhaas“ aus dem Jahr 1810 gehört zu den bekanntesten Erzählungen Kleists. Das Spannungsverhältnis zwischen Recht und Unrecht, Widerstand und Ohnmacht zeigt die Zerbrechlichkeit des Menschen und die Widersprüchlichkeit der Welt auf. Der Fall Kohlhaas polarisiert: Für die einen ist er ein konsequenter Rebell für die anderen ein Terrorist. In einer
zeitgemäßen Fassung schlagen die VBB den Bogen zur Gegenwart, in der der Kampf des Individuums gegen die Obrigkeit an der Tagesordnung steht.