Stillbach oder Die Sehnsucht

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Uraufführung nach dem Roman von Sabine Gruber Fassung von Andreas Jungwirth

Regie Petra Luisa Meyer, Bühne Stefan Brandtmayr, Kostüme Cornelia Kraske, Licht Micha Beyermann, Dramaturgie Ina Tartler

mit Gerti Drassl, Florentin Groll, Astrid Hornung, Christine Lasta, Sami Loris, Inge Maux, Andreas Mittermeier, Krista Posch, Harald Windisch

 

 

Inhalt

Als Ines in Rom plötzlich stirbt, reist ihre beste Freundin Clara aus Stillbach in Südtirol an, um den Haushalt aufzulösen. Dabei entdeckt Clara in Ines’ Wohnung das Manuskript zu einem mehrbändigen Werk, das in Rom des Jahres 1978 spielt, dem Jahr der Entführung und Tötung Aldo Moros. Ines beschreibt darin offenbar ihre Ferienarbeit als Zimmermädchen vor mehr als dreißig Jahren im Hotel Manente, sie erzählt die Geschichte ihrer resoluten Chefin Emma Manente, die seit Anfang des Zweiten Weltkriegs in Rom lebt und zum Leidwesen ihrer Südtiroler Familie einen Italiener geheiratet hat. War Emma tatsächlich Johann aus Stillbach versprochen, der 1944 bei einem Partisanenanschlag in Rom getötet worden ist? Ist der Historiker Paul, den Clara in Rom kennenlernt, Ines’ Geliebter aus dem Jahr 1978? Auf der Suche nach Wahrheiten taucht Clara immer tiefer in die Lektüre des Manuskripts ein, und es scheint fast, als würde sie sich selbst dabei näher kommen.

 

Sabine Gruber erzählt in diesem großen, wunderschön geschriebenen Roman aus dem Jahr 2011 spannend und präzise von der Verflechtung persönlicher und historischer Ereignisse, von Stillbach und Rom, von Verrat und Verbrechen, von Sehnsucht, Wahrheit und neuer Liebe. Die Fassung von Andreas Jungwirth rückt „Stillbach oder Die Sehnsucht“ in Südtirol noch ein Mal in ein anderes, großes Licht.