Der Weibsteufel

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Drama in fünf Akten von Karl Schönherr

Regie Philipp Jescheck, Bühne Michele Lorenzini, Kostüme Katia Bottegal, Licht Micha Beyermann, Dramaturgie Elisabeth Thaler

Besetzung

Der Mann Hannes Perkmann
Sein Weib Christine Lasta
Ein junger Grenzjäger Florian Eisner

 

Dauer 80 min.

 

Inhalt

Nach sechs Ehejahren stehen der Mann und seine Frau kurz davor, das Haus am Marktplatz zu kaufen, finanziert von der Hehlerei geschmuggelter Ware. Als sich der ehrgeizige Grenzjäger eine schnelle Beförderung verspricht, indem er die junge Frau verführt und ihr so Informationen entlockt, dreht der Mann die Situation um. Er animiert seine Frau dazu, dem Jäger schöne Augen zu machen, um selbst in Ruhe seine versteckte Ware loszuwerden. Die Erotik der Frau wird zum Spielball der Männer, doch schon bald entwickelt sich aus taktischer Annäherung wahre Leidenschaft. Nun beginnt die Frau, ihre eigenen Interessen zu verfolgen und die Regeln zu verändern.


Das Volksstück „Der Weibsteufel“ wurde 1915 uraufgeführt. Schonungslos blickt der Autor Karl Schönherr hinter die Fassade der heilen Tiroler Welt. Angesiedelt in der Einsamkeit der Berge entdecken die Figuren Gefühle, die ihre Existenz in Frage stellen. Aus einem unmoralischen Spiel entwickelt sich ein Kampf um Begehren, Macht und Interessen.

 

 

Karl Schönherr *1867 in Axams bei Innsbruck. Studium der Medizin, lebte in Wien und Telfs. 1900 gelang ihm der Durchbruch mit dem Sozialdrama „Der Bildschnitzer“. Seine bekanntesten und alle in Tirol angesiedelten Stücke „Erde“, „Glaube und Heimat“, „Frau Suitner“ und „Der Judas von Tirol“ wurden im gesamten deutschsprachigen Raum aufgeführt. 1943 starb Schönherr in Wien.

Philipp Jescheck Studium der Theaterwissenschaften und Psychologie. Hausregisseur am Münchner Volkstheater. Seit 2009 freier Regisseur u.a. am Tiroler Landestheater, Staatstheater Kassel und Theater Ulm, wo er 2014 seine erste Opernregie übernahm. 2013 inszenierte er an den Vereinigten Bühnen Bozen „Werther“ nach Johann Wolfgang von Goethe.