Der thermale Widerstand

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Termine

Sa 20.01. 20:00 Uhr Ticket
Stadttheater, Studio Bozen
Sa 20.01. 21:30 Uhr
Publikumsgespräch
Stadttheater, Studio Bozen
So 21.01. 17:15 Uhr
Stückeinführung
Stadttheater, Studio Bozen
So 21.01. 18:00 Uhr Ticket
Stadttheater, Studio Bozen
Do 25.01. 20:00 Uhr Ticket
Stadttheater, Studio Bozen
Fr 26.01. 20:00 Uhr Ticket
Stadttheater, Studio Bozen
Sa 27.01. 20:00 Uhr Ticket
Stadttheater, Studio Bozen
So 28.01. 18:00 Uhr Ticket
Stadttheater, Studio Bozen

Ist der Behaglichkeit unserer Gesellschaft noch zu trauen? Skurrile Szenen in einem Stück über die Bequemlichkeit der Kurgesellschaft von Ferdinand Schmalz

Regie Jessica Glause, Musik Joe Masi, Ausstattung Mai Gogishvili, Licht Micha Beyermann, Dramaturgie Elisabeth Thaler

Besetzung

Hannes Leon Pfannenmüller
Roswitha Margot Mayrhofer
Walter Roman Blumenschein
Leon Jan Walter
Marie Lisa Weidenmüller
Dr. Folz Johann Nikolussi

Zum Stück

Ort: Ein Thermalbad. Die skurrilen Kurgäste sind damit beschäftigt, sich selbst in Ruhe zu lassen. Das Personal massiert die müden Körper oder hat sich bequem im Nichtstun eingerichtet. Kurverwalterin Roswitha plant, das Bad in eine Wellnessoase für die Kurelite umzuwandeln, während die aufstrebende Marie die Quelle für eine Investmentfirma prüft. Bademeister Hannes rebelliert: „Die Bäder denen, die baden gehen!“ Sein Widerstand hat schließlich die Kündigung zur Folge und treibt ihn in den Untergrund. Es beginnt zu brodeln unter der Oberfläche, die Wohlfühlblase bekommt Risse. Die Betroffenen versuchen sich und ihr Leben zu retten, schließen die Augen oder tauchen einfach unter. Um den thermalen Widerstand zu stoppen, greifen Roswitha und ihr Verehrer Walter schließlich zu harten Methoden …

Der österreichische Dramatiker Ferdinand Schmalz nimmt in seinem Stück das Bedürfnis nach Abschottung und Sicherheit heute kritisch unter die Lupe. Mit Sprachwitz und Ironie deckt er in skurrilen Szenen die Bequemlichkeit der Kurgesellschaft auf und beobachtet scharfsinnig die Unumgänglichkeit einer Revolution, denn der Behaglichkeit unserer Zeit ist nicht mehr zu trauen.

 
 
Ferdinand Schmalz *1985 in Graz, studierte Philosophie sowie Theater-, Film- und Medienwissenschaft in Wien und war als Regieassistent tätig. Er performt im freien Kollektiv mulde_17 und ist Mitbegründer des Festivals „Plötzlichkeiten“ am Theater im Bahnhof Graz. Sein erstes Stück „am beispiel der butter“ gewann 2013 den Retzhofer Dramapreis und wurde bei den Mülheimer Theatertagen gezeigt, ebenso wie seine weiteren Stücke „dosenfleisch“ und „der thermale widerstand“.
 
 
Jessica Glause Studium der Kulturwissenschaften & ästhetischen Praxis, Universität Hildesheim. Inszenierungen u.a. am Deutschen Theater Berlin, Staatsschauspiel Dresden, Münchner Volkstheater, an den Münchner Kammerspielen und der Bayerischen Staatsoper. Ihre Stücke wurden mehrfach zu renommierten Festivals eingeladen und mit Preisen ausgezeichnet. An den Vereinigten Bühnen Bozen inszenierte sie 2016 „Die Schutzbefohlenen“.