Viel Lärm um nichts

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Komödie in fünf Akten von William Shakespeare

Regie Mona Kraushaar, Darsteller Sarah Jeanne Babits, Hans Danner, Günther Götsch, Christoph Kail, Roman Kanonik, Christopher Nell, Johann Nikolussi, Katja Uffelmann, Ausstattung Katrin Kersten, Licht Micha Beyermann

Die Männer kommen aus dem Krieg. Im Hause Leonatos sollen ihre Helden taten rühmlich gefeiert werden. Doch schon auf der Türschwelle beginnen neue Scharmützel. Die Frauen fallen ihren Helden nicht sehnsüchtig in die Arme, sondern viel lieber ins Wort. Virtuos führt Beatrice ihren Kleinkrieg gegen Benedikt, es scheint fast, als hätte sie nur darauf gewartet, dem Frauenschwarm endlich wieder den Mund stopfen zu können. Offenbar bestand zwischen beiden früher eine Liebesbeziehung, aus der sich Benedikt zurückgezogen hat. Nun traut er Frauen nicht mehr über den Weg und bleibt viel lieber Junggeselle. Während Benedikt und Beatrice sich mit der Klinge ihres Witzes die andrängende Sinnlichkeit vom Hals halten, wirbt Claudio um Leonatos schöne Tochter Hero. Er will sie lieber heute noch als morgen heiraten, zumal er die beruhigende Auskunft hat, dass er mit dem väterlichen Erbe rechnen kann. Zwei Paare, ein Schauplatz und jede Menge Intriganten: Die Komödie kann beginnen!

„Viel Lärm um nichts“, um 1600 uraufgeführt, könnte ein Stück sein von heute, so direkt ist seine Sprache, so gebrochen und widersprüchlich agieren darin die Menschen. Die Komödie beweist auf der Bühne eine außer ordentliche Lebenskraſt, bei jedem Wortgefecht der Liebenden sieht man abgrundtiefe Leere glitzern. Liebe bedeutet in dieser Komödie viel Lärmen um nichts, aber auch ein intelligentes und energisches Zusammenspiel zwischen Mann und Frau.