Geschichten aus dem Wiener Wald

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Volksstück in drei Teilen von Ödön von Horváth

Regie Carina Riedl, Musik Arthur Fussy, Darsteller Christoph Griesser, Andrea Haller, Thomas Hochkofler, Brigitte Jaufenthaler, Ferdinand Kopeinig, Johann Nikolussi, Hannes Perkmann, Patrizia Pfeifer, Hanne Rohrer, Johannes Seilern, Lukas Spisser, Bühne Fatima Sonntag, Kostüme Moana Stemberger

Der Fleischhauer Oskar, der Besitzer der Puppenklinik und Spielwarenhandlung „Zum Zauberkönig“ und seine Tochter Marianne sowie die Trafikantin Valerie träumen in einer stillen Straße im 8. Wiener Bezirk vom großen Glück. Marianne ist Oskar versprochen, liebt ihn aber nicht. Am Tag ihrer Verlobung verliebt sie sich in den Spieler und Lebemann Alfred, sie trennt sich von Oskar und entscheidet sich gegen den Willen des Vaters für die Liebe. Der Traum hält nicht lange. Ein Jahr später sind Marianne und Alfred Eltern eines Jungen geworden, und Armut bestimmt ihr Leben. Alfred drängt seine Frau dazu, das Kind in die Obhut seiner Mutter und Großmutter in die Wachau zu geben und als Tänzerin im Nachtclub Maxim zu arbeiten. In ihrer Not stiehlt Marianne Geld und kommt ins Gefängnis. Dank Valerie ist ihr Vater zur Versöhnung bereit, doch Mariannes Hoffnung auf Glück wird erneut gebrochen.

Ödön von Horváths Volksstück bildet den Höhepunkt seines dramatischen Schaffens. Vor dem Hintergrund der Wirtschaftskrise der 30er-Jahre zeichnet er eine kleinbürgerliche Gesellschaft, die zwischen Naivität, Selbstsucht und Verlorenheit um Anerkennung und Liebe kämpft. Horváths Figuren sind heutige Menschen, die sich durch ihr Sprechen und Handeln selbst entlarven und die Welt so schildern, wie sie eben ist.