Noch ist Polen nicht verloren

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von Jürgen Hofmann basierend auf dem Filmscript von Melchior Lengyel zu Sein oder Nichtsein von Ernst Lubitsch

Regie Carina Riedl, Musik Arthur Fussy, Ausstattung Fatima Sonntag, Licht Julian Marmsoler, Dramaturgie Elisabeth Thaler

mit Roman Blumenschein, Hannes Burger, Matthias Hack, Johann Nikolussi, Markus Oberrauch, Hannes Perkmann, Patrizia Pfeifer, Massud Rahnama, Hanne Rohrer, Lukas Spisser

 

 

Inhalt

Das Ensemble des Posener Stadttheaters probt eine Nazi-Satire, die von der Zensurbehörde verboten wird. So steht am Abend „Hamlet“ auf dem Spielplan mit Josef Tura in der Titelrolle, selbsternannter erster Schauspieler des Hauses. Während Tura den berühmten Monolog „Sein oder Nichtsein“ rezitiert, verlässt der junge Leutnant Stasnik den Saal, um heimlich Turas Frau Maria in ihrer Garderobe zu treffen. Kurze Zeit später bricht der Krieg in Polen aus, die Deutschen marschieren ein. Stasnik, der sich einer Widerstandsgruppe angeschlossen hat, steht plötzlich vor der Tür. Er muss verhindern, dass Prof. Siletzky – ein Spitzel – die Gruppe auffliegen lässt. Um das Beweismaterial verschwinden zu lassen, verwandeln sich die Schauspieler, allen voran Josef Tura, in die Besatzer und spielen um ihr Leben.

 

Der berühmte Film „Sein oder Nichtsein“ von Ernst Lubitsch entstand 1942 im amerikanischen Exil. Durch die Kraft des Widerstands führen die Figuren den Machtapparat hinters Licht und kämpfen mit den Mitteln der Täuschung um ihre Zukunft. Das Spiel um Sein und Schein verbindet mutig und intelligent Komik mit Grauen und hat an Aktualität bis heute nichts verloren.