Die Radikalisierung Bradley Mannings

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von Tim Price Deutsch von Michael Raab Koproduktion mit dem Landestheater Niederösterreich

Regie Daniela Kranz, Ausstattung Jutta Burkhardt, Dramaturgie Matthias Asboth, Ina Tartler

mit Swintha Gersthofer, Pascal Groß, Christoph Kail, Hannes Perkmann, Jan Walter, Lisa Weidenmüller

 

 

Inhalt

Am 21. August 2013 wird Bradley Manning von einem US-Militärgericht zu 35 Jahren Haft in einem Militärgefängnis verurteilt, weil er Unmengen geheimer amerikanischer Armee- und Regierungsunterlagen an Wikileaks weitergegeben hat. Damit wird über Manning die Höchststrafe ohne Chance auf Bewährung verhängt. Er wird zum Verräter und von anderen als Held gefeiert. Am 22. August 2013 gibt Manning über seinen Anwalt bekannt, er fühle sich seit seiner Kindheit als Frau, wolle mit einer Hormonersatztherapie eine geschlechtsangleichende Maßnahme einleiten und von nun an Chelsea Elizabeth Manning genannt werden. Noch vor etwas mehr als zehn Jahren war Manning ein schwuler Teenager in West Wales, ging zur Schule, wollte studieren, hatte Sehnsüchte, Träume und hochgesteckte Lebensziele. Wer oder was ist verantwortlich für seine Radikalisierung?

 

Das hochbrisante Stück zeichnet auf emotionale, ehrliche und sehr innovative Weise das Leben des bekannten Whistleblowers bis zu seiner anfänglichen Haftzeit nach und legt in Rückblenden einen Schwerpunkt auf die Jugendjahre in Wales. „In dieser Geschichte sind Bradley Mannings Schuljahre fiktiv. Alles andere sind Tatsachen“, schreibt Tim Price zu Beginn seines preisgekrönten Stücks.