Die Räuber

Share on Google+

von Friedrich Schiller

Regie Philipp Jescheck, Bühne Michele Lorenzini, Kostüme Katia Bottegal, Licht Tobias Demetz, Dramaturgie Elisabeth Thaler

Besetzung

Maximilian Florentin Groll
Karl Jan Walter
Franz Hannes Perkmann
Amalia von Edelreich Constanze Passin
Spiegelberg Simon Mantei
Schweizer Christoph Griesser
Razmann Peter Schorn
Roller Markus Weitschacher

 

 

 

Inhalt

Karl und Franz von Moor sind zwei ungleiche Brüder. Karl wird ein reiches Erbe antreten, er liebt Amalia, doch aus Verachtung für die schwache und scheinheilige Gesellschaft führt er in der Ferne ein wildes Studentenleben. Franz, der Zweitgeborene, wird von Neid und Eifersucht zerfressen, er will „Herr sein“ und sich die Liebe Amalias erkaufen. Durch eine Intrige bringt Franz seinen Vater dazu, Karl zu verstoßen. Zutiefst enttäuscht lässt sich dieser von seinen Freunden zum Hauptmann ihrer neu gegründeten Räuberbande wählen. Der Kampf um Freiheit und gegen die ungerechte Welt schlägt bald um in pure Gewalt und Aggression. Die Sehnsucht nach seiner Heimat und nach Amalia führt Karl noch einmal nachhause zurück. Die Intrige kommt ans Licht, ein Rachefeldzug beginnt.


„Die Räuber“ ist Schillers erstes Drama. 1782 uraufgeführt, zählt das Stück zum Inbegriff des Sturm und Drang. Die Abhängigkeit von der Liebe ihres Vaters verbindet die beiden Brüder – wird sie ihnen entzogen, reagieren sie mit Wut und Hass. Die schmerzhafte Suche nach der eigenen Identität und dem Platz in einer Welt, die keinen Halt mehr gibt, ist aktueller denn je. Warum bin ich da? Wenn die Antwort fehlt, ist der Weg zu Vernichtung und Tod nicht weit.

 

 

Friedrich Schiller *1759 in Marbach am Neckar, studierte Medizin und wurde Regimentsarzt. Er erhielt Arrest und Schreibverbot, floh nach Weimar und erhielt 1789 eine Professur für Geschichte in Jena. Ab 1794 intensive Zusammenarbeit mit Goethe. Zu seinem Werk zählen Lyrik, Prosa, historische Werke und Dramen. Schiller gilt neben Goethe als bedeutendster Dichter des Sturm und Drang und der Weimarer Klassik. Er starb 1805 in Weimar.

Philipp Jescheck Studium der Theaterwissenschaften und Psychologie. Hausregisseur am Münchner Volkstheater. Seit 2009 freier Regisseur u.a. am Tiroler Landestheater, Staatstheater Kassel und Theater Ulm, wo er 2014 seine erste Opernregie übernahm. An den Vereinigten Bühnen Bozen inszenierte er zuletzt „Werther“ nach dem Roman von Johann Wolfgang von Goethe und „Der Weibsteufel“ von Karl Schönherr.

 

 

Unterstützt von