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12.01.2019 - 27.01.2019

Die Hauptstadt

von Robert Menasse

Fassung von Tom Kühnel und Ralf Fiedler

In Brüssel laufen die Fäden zusammen – und ein Schwein durch die Straßen. Fenia Xenopoulou, Beamtin in der Generaldirektion Kultur, steht vor einer schwierigen Aufgabe. Sie soll das Image der Europäischen Kommission aufpolieren. Aber wie? Fenia beaufragt den Referenten Martin Susman, eine Idee zu entwickeln. Die Idee nimmt Gestalt an – die Gestalt eines Gespensts aus der Geschichte, das für Unruhe in den EU-Institutionen sorgt. David de Vriend dämmert in einem Altenheim gegenüber dem Brüsseler Friedhof seinem Tod entgegen. Als Kind ist er von einem Deportationszug gesprungen. Nun soll er bezeugen, was er im Begriff ist zu vergessen. Auch Kommissar Brunfaut steht vor einer schwierigen Aufgabe. Er muss aus politischen Gründen einen Mordfall auf sich beruhen lassen. Und Alois Erhart, Emeritus der Volkswirtschaf, soll in einem Think-Tank der Kommission vor den Denkbeaufragten aller Länder Worte sprechen, die seine letzten sein könnten.

Robert Menasse spannt in diesem Roman einen weiten Bogen zwischen den Zeiten, den Nationen, dem Unausweichlichen und der Ironie des Schicksals, zwischen kleinlicher Bürokratie und großen Gefühlen. Und was macht Brüssel? Es sucht einen Namen für ein Schwein, das durch die Straßen läuf. – Eine Tragikomödie, eine Farce, ein schillerndes Panorama der europäischen Eliten. 2017 erhielt Menasse für „Die Hauptstadt“ den Deutschen Buchpreis.

Robert Menasse *1954 in Wien. Er studierte Germanistik, Philosophie sowie Politikwissenschaft in Wien, Salzburg und Messina. 1980 Promotion. Menasse lehrte anschließend sechs Jahre an der Universität São Paulo. Dort hielt er vor allem Lehrveranstaltungen über philosophische und ästhetische Theorien ab, u.a. über Hegel, Lukács, Benjamin und Adorno. Seit seiner Rückkehr aus Brasilien 1988 lebt Robert Menasse als Literat und kulturkritischer Essayist hauptsächlich in Wien.

 

Stückeinführung:
17.01.2019 - 19:15 Uhr
24.01.2019 - 19:15 Uhr

Premiere:
12.01.2019 - 20:00 Uhr
Ort:

Stadttheater Bozen / Studio

Dauer:
ca. 2 Stunden 30 Minuten - inkl. Pause
23.01.2019 - 20:00 Uhr

Termine

12.01.2019.21.00,
12.01.2019
Beginn: 20:00 Uhr
Ort:

Stadttheater Bozen / Studio

17.01.2019.21.00,
17.01.2019
Beginn: 20:00 Uhr
Ort:

Stadttheater Bozen / Studio

18.01.2019.21.00,
18.01.2019
Beginn: 20:00 Uhr
Ort:

Stadttheater Bozen / Studio

19.01.2019.21.00,
19.01.2019
Beginn: 20:00 Uhr
Ort:

Stadttheater Bozen / Studio

24.01.2019.21.00,
24.01.2019
Beginn: 20:00 Uhr
Ort:

Stadttheater Bozen / Studio

25.01.2019.21.00,
25.01.2019
Beginn: 20:00 Uhr
Ort:

Stadttheater Bozen / Studio

26.01.2019.21.00,
26.01.2019
Beginn: 20:00 Uhr
Ort:

Stadttheater Bozen / Studio

27.01.2019.19.00,
27.01.2019
Beginn: 18:00 Uhr
Ort:

Stadttheater Bozen / Studio

Besetzung

David de Vriend
Peter Drassl
Martin Susman, António Oliveira Pinto
Fenia Xenopoulou, Verkäuferin
Professor Alois Erhart, Mrs Grace Atkinson, Schwester Joséphine, Staatsanwältin
Kai-Uwe Frigge, Hauptkommissar Maigret, Attila Hidegkuti, Philippe Gaultier
Roman Blumenschein
Florian Susman, Bohumil Szmekal, George Morland, Monsieur Hugo
Peter Schorn
Erzähler
Kommissar Émile Brunfaut, Ryszard Mateusz Oswiecki (Matek), Romolo Strozzi
Christoph Kail
Regie
Bühne und Video
Maren Greinke
Kostüme
Sounddesign
Licht
Nico de Rooij
Dramaturgie
Ina Tartler

Pressestimmen

 

Viel Ironie, viel Melancholie und viel Kritik - eher mehr als im Roman - aber, dennoch Sympathie für das wunderbare Projekt EUROPA.

 

Zett - 13.01.2019
Edith Moroder

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Interview mit Robert Menasse über sein Roman und Bericht zur Premiere "Die Hauptstadt"

 

Dolomiten - 15.01.2019
Margit Oberhammer

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Wahrheit oder Dichtung? Literatur, Theater, Europa - der Schriftsteller Robert Menasse sprach mit dem Journalisten Andreas Pfeifer über seinen Skandal, EU-Gründerväter und Südtirol.

 

Salto - 14.01.2019
Martin Hanni

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Menasses “Hauptstadt“ auf der Bühne: Das, was auf dem Spiel steht Auf den Vereinigten Bühnen Bozen wird Robert Menasses Brüssel-Bestseller „Die Hauptstadt“ zur berührenden Tragikomödie.

 

Tiroler Tageszeitung - 15.01.2019
Joachim Leitner

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Ein Theater, das Zweifel sät. Und unterhält. Subtile Werbung, selber weiterzudenken.

 

FF - 17.01.2019
Georg Mair

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Interview mit Robert Menasse. Der Egoismus der Nation.

 

FF - 17.01.2019
Karl Hinterwaldner

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