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10.01.2015 - 24.01.2015

Michael Kohlhaas

Nach der Erzählung von Heinrich von Kleist

Koproduktion mit dem Theater an der Effingerstrasse Bern

Der Pferdehändler Michael Kohlhaas gilt als ehrbarer Geschäftsmann und guter Staatsbürger. Als er auf dem Weg zum Viehmarkt an der Burg des Junkers Wenzel von Tronka vorbeikommt, versperrt ihm plötzlich ein Schlagbaum den Weg. Er wird genötigt, zwei Pferde als Pfand zurückzulassen, während er einen Pass besorgen muss. Als er erfährt, dass die Geschichte mit dem Pass ein Märchen ist, kehrt er zur Burg zurück und findet seine Pferde abgemagert wieder. Nun fordert er Gerechtigkeit, doch diese wird ihm verwehrt, also hebt er in Selbstjustiz zu einem erbitterten Rachefeldzug gegen Willkür und Macht an. Erst als Luther ihn zum Innehalten auffordert, will Kohlhaas wieder den Rechtsweg einschlagen, doch was ist Recht und Gerechtigkeit?

„Michael Kohlhaas“ aus dem Jahr 1810 gehört zu den bekanntesten Erzählungen Kleists. Das Spannungsverhältnis zwischen Recht und Unrecht, Widerstand und Ohnmacht zeigt die Zerbrechlichkeit des Menschen und die Widersprüchlichkeit der Welt auf. Der Fall Kohlhaas polarisiert: Für die einen ist er ein konsequenter Rebell für die anderen ein Terrorist. In einer zeitgemäßen Fassung schlagen die VBB den Bogen zur Gegenwart, in der der Kampf des Individuums gegen die Obrigkeit an der Tagesordnung steht.

Heinrich von Kleist *1777 in Frankfurt/Oder, zählt zu den größten Dramatikern, Erzählern und Lyrikern seiner Zeit. Mit 15 Jahren trat er ins Militär ein, nahm 1796 am Rheinfeldzug teil und schied 1799 freiwillig aus dem Dienst aus. Nach mehreren abgebrochenen Studien fand Kleist seine Berufung in der Dichtung. Er schrieb sieben Theaterstücke, u.a. „Der zerbrochne Krug“, „Amphitryon“ und „Penthesilea“ sowie acht Erzählungen. Die Kulturzeitschrift „Phöbus“ und die „Berliner Abendblätter“, die er gemeinsam mit Adam Müller herausgab, wurden nach kurzer Zeit eingestellt. Finanziell ruiniert und an den Lebensumständen verzweifelt nahm er sich 1811 das Leben.

Alexander Kratzer *1971 in Innsbruck, lebt als Regisseur, Autor und Schauspieler in Innsbruck und Bozen. 2001-2004 Ensemblemitglied am Tiroler Landestheater Innsbruck. Künstlerischer Leiter des Theaters StromBomBoli. Zahlreiche Engagements als Regisseur und Schauspieler u.a. am Theater Phönix Linz, Tiroler Landestheater Innsbruck, Schauspielhaus Salzburg, Innsbrucker Kellertheater, Theater des Kindes Linz, Stadttheater Bruneck, Theater an der Effingerstrasse Bern, Volkstheater Wien. An den Vereinigten Bühnen Bozen inszenierte er die Uraufführungen „Der Koffer“ von Thomas Raab und „Option. Spuren der Erinnerung“.

Premiere:
10.01.2015 - 20:00 Uhr
Stückeinführung:
16.01.2015 - 19:15 Uhr
Ort:

Stadttheater Bozen / Studio

Dauer:
1 Stunde, 35 Minuten, keine Pause
07.01.2015 - 20:00 Uhr

Termine

10.01.2015.21.00,
10.01.2015
Beginn: 20:00 Uhr
Ort:

Stadttheater Bozen / Studio

15.01.2015.21.00,
15.01.2015
Beginn: 20:00 Uhr
Ort:

Stadttheater Bozen / Studio

16.01.2015.21.00,
16.01.2015
Beginn: 20:00 Uhr
Ort:

Stadttheater Bozen / Studio

17.01.2015.21.00,
17.01.2015
Beginn: 20:00 Uhr
Ort:

Stadttheater Bozen / Studio

22.01.2015.21.00,
22.01.2015
Beginn: 20:00 Uhr
Ort:

Stadttheater Bozen / Studio

23.01.2015.21.00,
23.01.2015
Beginn: 20:00 Uhr
Ort:

Stadttheater Bozen / Studio

24.01.2015.21.00,
24.01.2015
Beginn: 20:00 Uhr
Ort:

Stadttheater Bozen / Studio

11.01.2015.18.00,
11.01.2015
Beginn: 17:00 Uhr
Ort:

Stadttheater Bozen / Studio

18.01.2015.18.00,
18.01.2015
Beginn: 17:00 Uhr
Ort:

Stadttheater Bozen / Studio

Besetzung

Erzähler 1, Michael Kohlhaas
Florian Eisner
Erzähler 2, Ritterin, Lisbeth, Äbtissin, Heloise, Zigeunerin
Karo Guthke
Erzähler 3, Vogt, Herse, Hinz, Kurfürst v. Brandenburg, Jagdjunker v. Stein
Christoph Griesser
Erzähler 4, Wenzel v. Tronka, Anwalt, Amtmann, Kurfürst v. Sachsen, Kunz
Peter Schorn
Erzähler 5, Wärter, Heinrich v. Gesau, Luther, Prinz v. Meißen, Diener, Kaiser, Henker
Horst Krebs
Regie
Alexander Kratzer
Bühne
Luis Graninger
Kostüme
Cornelia Kraske
Musik
Markus Tavakoli
Licht
Gordana Crnko
Dramaturgie
Elisabeth Thaler