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11.10.2014 - 25.10.2014

Noch ist Polen nicht verloren

von Jürgen Hofmann

Basierend auf dem Filmscript von Melchior Lengyel zu „Sein oder Nichtsein“ von Ernst Lubitsch

Das Ensemble des Posener Stadttheaters probt eine Nazi-Satire, die von der Zensurbehörde verboten wird. So steht am Abend „Hamlet“ auf dem Spielplan mit Josef Tura in der Titelrolle, selbsternannter erster Schauspieler des Hauses. Während Tura den berühmten Monolog „Sein oder Nichtsein“ rezitiert, verlässt der junge Leutnant Stasnik den Saal, um heimlich Turas Frau Maria in ihrer Garderobe zu treffen. Kurze Zeit später bricht der Krieg in Polen aus, die Deutschen marschieren ein. Stasnik, der sich einer Widerstandsgruppe angeschlossen hat, steht plötzlich vor der Tür. Er muss verhindern, dass Prof. Siletzky – ein Spitzel – die Gruppe auffliegen lässt. Um das Beweismaterial verschwinden zu lassen, verwandeln sich die Schauspieler, allen voran Josef Tura, in die Besatzer und spielen um ihr Leben.

Der berühmte Film „Sein oder Nichtsein“ von Ernst Lubitsch entstand 1942 im amerikanischen Exil. Durch die Kraft des Widerstands führen die Figuren den Machtapparat hinters Licht und kämpfen mit den Mitteln der Täuschung um ihre Zukunft. Das Spiel um Sein und Schein verbindet mutig und intelligent Komik mit Grauen und hat an Aktualität bis heute nichts verloren.

Jürgen Hofmann *1941 in Würzburg, ist Schriftsteller und Dramatiker. 1990 Mitbegründer und bis 2009 Leiter des Studiengangs Szenisches Schreiben an der Universität der Künste Berlin. Er veröffentlichte wissenschaftliche Arbeiten, Essays, Hörspiele, Erzählungen sowie zahlreiche Theaterstücke.

Carina Riedl *1983 in Vöcklabruck/Oberösterreich, studierte Theater-, Film- und Medienwissenschaft sowie Kunstgeschichte an der Universität Wien. Einrichtung szenischer Lesungen u.a. für das Burgtheater, Schauspielhaus Wien und Volkstheater Wien. Inszenierungen u.a. am Burgtheater, Schauspielhaus Graz, an der Garage X, bei den Ruhrfestspielen Recklinghausen, am Badischen Staatstheater Karlsruhe, Volkstheater Wien und Schauspielhaus Wien. Ihre Inszenierung „Träumt?“ am Volkstheater Wien wurde zum Heidelberger Stückemarkt 2012 eingeladen. An den Vereinigten Bühnen Bozen inszenierte sie „Illegal“ und „Geschichten aus dem Wiener Wald“.

Premiere:
11.10.2014 - 20:00 Uhr
Stückeinführung:
16.10.2014 - 19:15 Uhr
Ort:

Stadttheater Bozen / Studio

Dauer:
1 Stunde 50 Minuten

Termine

11.10.2014.22.00,
11.10.2014
Beginn: 20:00 Uhr
Ort:

Stadttheater Bozen / Studio

12.10.2014.19.00,
12.10.2014
Beginn: 17:00 Uhr
Ort:

Stadttheater Bozen / Studio

19.10.2014.19.00,
19.10.2014
Beginn: 17:00 Uhr
Ort:

Stadttheater Bozen / Studio

16.10.2014.22.00,
16.10.2014
Beginn: 20:00 Uhr
Ort:

Stadttheater Bozen / Studio

18.10.2014.22.00,
18.10.2014
Beginn: 20:00 Uhr
Ort:

Stadttheater Bozen / Studio

23.10.2014.22.00,
23.10.2014
Beginn: 20:00 Uhr
Ort:

Stadttheater Bozen / Studio

24.10.2014.22.00,
24.10.2014
Beginn: 20:00 Uhr
Ort:

Stadttheater Bozen / Studio

25.10.2014.20.00,
25.10.2014
Beginn: 18:00 Uhr
Ort:

Stadttheater Bozen / Studio

Besetzung

Josef Tura
Johann Nikolussi
Maria Tura
Patrizia Pfeifer
Bronski
Markus Oberrauch
Grinberg
Massud Rahnama
Dobosch
Matthias Hack
Andrzej Stasnik
Roman Blumenschein
Erhard
Hannes Perkmann
Schulz
Lukas Spisser
Frau Professor Siletzky
Hanne Rohrer
Marek
Hannes Burger
Regie
Carina Riedl
Ausstattung
Fatima Sonntag
Musik
Arthur Fussy
Licht
Julian Marmsoler
Dramaturgie
Elisabeth Thaler