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21.02.2018 - 25.02.2018

Wir. Heute!
Morgen! Europa.

Minderheiten und Autonomien im europäischen Kontext
Uraufführung.

Wie steht eine Bewohnerin mit Migrationshintergrund der Åland-Inseln zur EU, was bedeutet Identität für einen Pfarrer aus Friaul, welcher Kultur fühlt sich eine ungarische Köchin aus Rumänien zugehörig und was hält ein Kilt-Träger aus Schottland vom Brexit? Diese und andere Fragen haben die Theatermacher von "WIR. HEUTE! MORGEN! EUROPA." auf ihrer Recherche-Reise quer durch Europa über 80 Menschen aus zehn Regionen bzw. Minderheitengebieten gestellt und dabei tiefe Einblicke in ihre Lebensweise bekommen. Zehn Personen sind unserer Einladung gefolgt und werden im Rahmen des diesjährigen Dokutheaterprojekts, das sich erstmals mit Fragen der europäischen Zeitgeschichte beschäftigt, an fünf Abenden im Februar live auf der großen Bühne des Stadttheaters stehen und Einblick in ihr Leben geben. Durch den Fokus auf das zutiefst Menschliche, und nicht auf rein politische Fragestellungen, dürfen Sie sich auf einen sehr bewegenden Theaterabend freuen, bei dem Fragen nach der Vielfältigkeit der Kulturen in Europa, den Minderheitenschutz und der Zukunft von Autonomien in einen größeren Kontext gehoben und zum Nachdenken über das Zusammenleben in Südtirol und in Europa angeregt werden.

Die 10 Regionen bzw. Minderheiten sind:

  • Åland-Inseln (schwedische Minderheit, autonome Region in Finnland)
  • Schottland „Teilgebiet“ (country) des Vereinigten Königreichs
  • Deutschsprachige Gemeinschaft/Ostbelgien (eine der drei Gemeinschaften Belgiens/Gliedstaat des belgischen Bundesstaats)
  • Friaul-Julisch Venetien (Region mit Sonderstatut in Italien)
  • Korsika/Territorialgemeinschaft mit Sonderstatut (collectivité)
  • Ungarn und ungarische Szekler in Rumänien
  • Roma
  • Türkische muslimische Minderheit in Westthrakien / Griechenland
  • Katalonien Autonome Gemeinschaft Spaniens
  • Estland

 

Alexander Kratzer lebt als Regisseur und Autor in Innsbruck und Bozen. Engagements am Theater Phönix Linz, Tiroler Landestheater, Schauspielhaus Salzburg, Theater des Kindes Linz, Stadttheater Bruneck, Theater an der Effingerstrasse Bern, Theater Baden Baden. An den Vereinigten Bühnen Bozen inszenierte er zuletzt „Option. Spuren der Erinnerung“, „Michael Kohlhaas“, „Bombenjahre“ sowie die Uraufführung „antimortina“.

Dauer:
2:35 h, inkl. Pause
Stückeinführung:
25.02.2018 - 17:15 Uhr
Premiere:
21.02.2018 - 20:00 Uhr
01.02.2018 - 20:00 Uhr
Ort:

Stadttheater Bozen / Großes Haus

Das Projekt steht unter der Schirmherrschaft
des Europäischen Parlaments:

 

Minority SafePack - Du bist nicht allein. Eine Million Unterschriften für die Vielfalt Europas.
www.minority-safepack.eu

 

Writers' Corner - Offene Bühne für Kommentare
Idee und Konzept: Arno Dejaco. In Zusammenarbeit mit der EVTZ "Europaregion Tirol - Sürdtirol - Trentino"
www.writerscorner.eu

 

Mit freundlicher Unterstützung von:

Termine

21.02.2018.21.00,
21.02.2018
Beginn: 20:00 Uhr
Ort:

Stadttheater Bozen / Großes Haus

22.02.2018.21.00,
22.02.2018
Beginn: 20:00 Uhr
Ort:

Stadttheater Bozen / Großes Haus

23.02.2018.21.00,
23.02.2018
Beginn: 20:00 Uhr
Ort:

Stadttheater Bozen / Großes Haus

24.02.2018.21.00,
24.02.2018
Beginn: 20:00 Uhr
Ort:

Stadttheater Bozen / Großes Haus

25.02.2018.19.00,
25.02.2018
Beginn: 18:00 Uhr
Ort:

Stadttheater Bozen / Großes Haus

Besetzung

Moderation
Markus Warasin, Johan Häggman
Puppenspiel
Musik
Musicbanda Franui
mit
Martí Estruch Axmacher, Hülya Emin, Graziano Halilovic, Karl-Artur Korsar, Danielle Lindholm, Lauren McKay, Don Romano Michelotti, Boróka Parászka, Kurt Pothen, Mauro Tubetti (DJ Tubet)
Regie
Alexander Kratzer
Komposition
Markus Kraler, Andreas Schett (Franui)
Bühne
Luis Graninger
Video
Mike Ramsauer
Licht
Micha Beyermann
Dramaturgie
Ina Tartler, Elisabeth Thaler
Beratung
Thomas Benedikter, Lucio Giudiceandrea, Günther Rautz

Videos

Pressestimmen

È un momento di grande teatro quell’attimo in cui la maschera di Gerda esprime il suo essere interdetta, imbarazzata, rendendosi conto della sua dipendenza da colei che la muove…

Salto.bz - 24.02.2018
Elfi Reiter

Download

Die verschiedenen Ansichten werden dem Publikum ohne zu politisieren oder polemisieren präsentiert, und am Ende liegt es bei jedem Einzelnen über die Geschichten zu reflektieren...

Dolomiten - 23.02.2018
Silvia Obwexer

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Das Ergebnis ist ein wohlgezieltes Zusammenspiel ernster Fakten und unterhaltsamer Anekdoten, die von Frau Gerda schelmisch kommentiert werden, ohne dabei ins Oberflächliche abzurutschen...

Tageszeitung - 27.02.2018
Adina Guarnieri

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Auch wenn ein Europa ohne Identifikation über Nationalitäten vorerst ein künstlerischer Traum bleiben wird - auf der Bühne wurde er bereits zu einem kleinen Stück Realität...

Barfuss - 23.02.2018
Lisa Maria Kager

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Ein schönes Anliegen, aufwändig produziert mit Recherchereisen, Kontakten, Einladungen von Vertreter/innen verschiedener Minderheiten und nicht zuletzt komplexer Identitäten im Bozner Therater...

Zett - 25.02.2018
Edith Moroder

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Die Helden des Alltags. Alexander Kratzer bereiste Finnland, Rumänien und Katalonien. Jetzt zeigt er in seinem neuen Stück wie Minderheiten in Europa leben. Wie politisch soll Theater sein?

FF - 22.02.2018
Georg Mair

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Der Titel ist Programm für die aktuelle VBB-Eigenproduktion. Auf der Bühne stehen zehn Minderheitenvertreter aus ganz Europa. Mit von der Partie ist auch die Wiener Puppenspielerin Manuela Linshalm...

Zett - 18.02.2018
Johannes Vötter

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Der Regisseur des aktuellen VBB-Dokutheater Alexander Kratzer bringt Minderheiten auf die Bühne. Und denkt mit ihnen und dem Publikum über Europa nach. Ein Vorgespräch.

Salto.bz - 20.02.2018
Martin Hanni

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Die europäischen Minderheiten spielen im Stück von Alexander Kratzer die Hauptrolle. Das ist gut gemeint, aber viel zu kuschelig...

FF - 01.03.2018
Georg Mair

Download

Besucherstimmen

Ich freue mich auf „Wir. Heute! Morgen! Europa.“, weil die VBB es schaffen, Zeitgeschichte gefühlvoll, spannend und aufwühlend zu präsentieren. Dass unter der Regie von Alexander Kratzer auch Franui wieder mit an Bord ist, macht das Stück für mich zum Highlight des Theaterjahres.

Bernhard Aichner
Bestsellerautor & Fotograf

Ich bin gespannt auf verschiedene Perspektiven. Ich wünsche mir auch, dass das Stück viele Diskurse aufwirft. Auf das hab ich große Lust und bin gespannt ob dies auch eingelöst wird.

Joachim Goller
Regisseur

Das Stück ist hochinteressant, es ist auch ein toller Geschichtsunterricht und vor allem sehr geschickt verpackt.

Waltraud Staudacher
Regisseurin & Radiostimme

"Wir. Heute! Morgen! Europa." ist ein flammendes Plädoyer für ein Europa der Vielfalt und es ist ein sehr gutes Gefühl, diese Vision der Menschen, die hier auf der Bühne stehen, so hautnah zu spüren.

Arno Dejaco
Werbefachmann

Je mehr Fragen an das Publikum gestellt wurden, umso mehr wurde man auch vom Stück selbst geleitet. Durch das Stück hat man angefangen darüber nachzudenken, was diese Fragen bedeuten.

Angelika Burtscher
Designerin

Es war sehr informativ. Ich weiß nun viel mehr, als ich vorher wusste. Ich habe Musik genossen, ich habe Menschen zugehört. Ich war gespannt auf verschiedene Charaktere, auf die Geschichten der einzelnen Menschen. Ich bin gesättigter an Information. So gehe ich aus diesem Theaterabend hinaus.

Christine Lasta
Schauspielerin