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18.04.2020 - 19.04.2020

BORDER SYMPHONY

ABGESAGT
Performance von Mokhallad Rasem
#TOGETHER – Transdisziplinäre Projekte zu 100 Jahre Südtirol – Alto Adige

Ein Projekt der Reihe #TOGETHER –
Transdisziplinäre Projekte zu
100 Jahre Südtirol – Alto Adige

In deutscher, italienischer und englischer Sprache

 

Gemeinsam machen wir uns auf den Weg zum Brenner: ein Ort, an dem sich nicht nur die Wasser, sondern auch die Geister scheiden. Von Johann Wolfgang von Goethe 1786 zunächst noch als Tor zwischen Süden und Norden gerühmt, wurde der Brennerpass nach 1918 als politische Grenze von der deutschsprachigen Bevölkerung der Region als „Unrechtsgrenze“ verpönt. Doch welche Bedeutung haben Grenzen und Grenzziehungen für uns heute? Welche Konzepte stecken dahinter? Auf der Landkarte, in unserem täglichen Leben und in unseren Köpfen. Und wenn wir von „uns“ sprechen, wer steht dann eigentlich auf der anderen Seite?


Mit BORDER SYMPHONY nimmt der irakisch-belgische Regisseur Mokhallad Rasem Sie mit auf eine Reise, die an einer Grenze endet und doch über viele weitere hinausgeht. Schon im Bus spüren wir anderen Brennerreisenden verschiedener Jahrhunderte und ihren Grenzerfahrungen nach und erkunden dann selbst - spazierend zwischen verschiedenen Orten und Räumen am Brenner - politische, kulturelle und menschliche Grenzen: An diesem Ort verwebt Rasem Bilder, Wörter und Musik in einzelnen Stationen zu einer poetisch-sinnlichen Performance, die die Schönheit und Grausamkeit, die Härte und Durchlässigkeit von Grenzen aufzeigt und damit ihre starre Konzeption gleichsam hinterfragt.


Um 16 Uhr fahren wir mit dem Bus vom Verdiplatz los. Gegen 21 Uhr werden wir wieder zurück in Bozen sein.


Änderungen vorbehalten.


Mokhallad Rasem *Bagdad, Schauspieler und Regisseur, arbeitete zunächst am irakischen Nationaltheater, bevor er sich 2005 in Antwerpen niederließ. 2013 erhielt er eine feste Position als Regisseur am renommierten Toneelhuis. Im gleichen Jahr gewann er mit „Romeo und Julia“ beim „Young Directors Project“ der Salzburger Festspiele. Während er sich anfangs vor allem auf das klassische europäische Repertoire konzentrierte, hat er im Laufe der Zeit einen eher dokumentarischen Ansatz gewählt. 2016 war er mit den Performances „Waiting“ und „Body Revolution“ gemeinsamer Gast vom Transart Festival und den Vereinigten Bühnen Bozen. In der Spielzeit 17-18 inszenierte er an den Vereinigten Bühnen Bozen „Mother Song“. Frühere wie auch aktuelle Arbeiten wie „Zielzoekers“ zeigen eine außergewöhnliche Sensibilität für das, was es für einen Menschen bedeutet, entwurzelt zu werden.

 

#TOGETHER – Transdisziplinäre Projekte zu 100 Jahren Südtirol – Alto Adige
Ausgangspunkt der Projekt-Reihe #TOGETHER ist das Jahr 1919 und sind die wechselhaften Jahrzehnte eines „jungen Landes“. Das Projekt schlägt eine Brücke vom Damals ins Heute und Morgen. Es betrachtet relevante Themen aus dem letzten Jahrhundert, die uns auch jetzt noch begegnen, aus einer heutigen Perspektive und richtet den Blick kulturvermittelnd nach vorn. Die einzelnen Performances werden an verschiedenen Schauplätzen hör- und sichtbar sein, auch außerhalb Bozens.
Den Auftakt der Projektreihe im Januar gestaltete die britische Künstlerin Emma Smith im Südtiroler Landtag mit ihrer interaktiven Klanginstallation SPRECHGESANG PARLANDO.
Im März lädt das Paperplane Collective die Zuschauer*innen ein, gemeinsam in der partizipativen Performance UN LITRO DI GEWÜRZTRAMINER Zugehörigkeitsgefühle kultureller Identitäten in der Region zu erforschen und neu zu definieren.

Ort:

Brenner
Treffpunkt Abfahrt Verdiplatz am Brunnen, Bozen