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14.05.2021 - 23.05.2021

Gott

von Ferdinand von Schirach

Koproduktion mit dem Theater an der Effingerstrasse Bern

Wem gehört unser Leben? Und wem gehört unser Sterben? Der Ethikrat tagt, um über den Fall des 78-jährigen Richard Gärtner abzustimmen. Er sucht ärztliche Hilfe, um sich selbst zu töten. Er hat weder Schmerzen, noch ist er unheilbar krank, doch der Tod seiner Frau vor drei Jahren hat für ihn alles verändert. Richard Gärtner will schlicht und einfach nicht mehr leben. Er könnte Hand an sich legen, doch er möchte, dass sein Tod selbstbestimmt und friedlich ist und niemanden erschreckt.

Soll ein Arzt oder eine Ärztin einem Menschen dabei helfen, sich selbst zu töten? Das im September 2019 gefällte Urteil des italienischen Verfassungsgerichts erklärt Beihilfe zum Suizid in einigen bestimmten Fällen für straffrei. Damit ist zumindest die rechtliche Frage, ob er*sie es darf, geklärt. Nach wie vor fehlt jedoch in Italien seitens der Politik eine umfassende Regelung zu diesem Thema, umso mehr rückt damit die ethische Frage in den Fokus.

Ferdinand von Schirach holt mit „Gott“ einen seit langem in Europa divers und emotional geführten Diskurs ins Theater. Er verhandelt Fragen der menschlichen Autonomie und Selbstbestimmung inmitten des Spannungsfeldes von persönlicher Moral, christlichem Glauben und Politik. Im Stück fallen die Stellungnahmen der Expert*innen aus Recht und Medizin sowie des Bischofs Thiel deutlich aus – doch am Ende müssen Sie selbst zu einem Urteil kommen.

Die Ergebnisse der Abstimmung, auch die der anderen Theater, können Sie hier einsehen

Ferdinand von Schirach *1964 in München, arbeitete 20 Jahre als Strafverteidiger. Mit 45 Jahren veröffentlichte er sein erstes Buch. Es folgten zahlreiche Erzählungen, Romane und Essays, die als internationale Bestseller in mehr als 35 Ländern erschienen. Sein Theaterstück „Terror“ (2015) wurde ein großer Erfolg und wie weitere seiner Werke verfilmt. Schirach erhielt mehrere – auch internationale – Literaturpreise, u.a. den Kleist-Preis.

 


 

Im Laufe der Probenzeit haben wir mit vielen verschiedenen Menschen über das Thema des assistierten Suizids gesprochen. Einige Ausschnitte aus den bereichernden Interviews können Sie sich hier ansehen.

P. Ulrich Kössler, katholischer Pfarrer der Gemeinde Gries
Dr. med. Marion Schafroth, Präsidentin „EXIT – deutsche Schweiz“
Thomas und Kerstin Hauswirth, Freunde einer mit „EXIT“ Verstorbenen
Christina Kunkler, Diakonisse, Pflegefachfrau Palliative Care (i. R.)
Brigitte Stulz, Tochter einer mit „EXIT“ Verstorbenen
Barbara Rieder Howald, evangelisch-reformierte Pfarrerin in Bern

 

 

 

 

Premiere:
14.05.2021 - 19:30 Uhr
Ort:

Stadttheater Bozen / Studio
Premiere: 14.05.2021

 

Dauer:
1 Stunde 35 Minuten, keine Pause

Termine

14.05.2021.21.30,
14.05.2021
Beginn: 19:30 Uhr
Ort:

Stadttheater Bozen / Studio

15.05.2021.21.30,
15.05.2021
Beginn: 19:30 Uhr
Ort:

Stadttheater Bozen / Studio

16.05.2021.20.00,
16.05.2021
Beginn: 18:00 Uhr
Ort:

Stadttheater Bozen / Studio

19.05.2021.21.30,
19.05.2021
Beginn: 19:30 Uhr
Ort:

Stadttheater Bozen / Studio

20.05.2021.21.30,
20.05.2021
Beginn: 19:30 Uhr
Ort:

Stadttheater Bozen / Studio

21.05.2021.21.30,
21.05.2021
Beginn: 19:30 Uhr
Ort:

Stadttheater Bozen / Studio

22.05.2021.21.30,
22.05.2021
Beginn: 19:30 Uhr
Ort:

Stadttheater Bozen / Studio

23.05.2021.20.00,
23.05.2021
Beginn: 18:00 Uhr
Ort:

Stadttheater Bozen / Studio

Besetzung

64
Nicola Trub
64
Florentin Groll
64
Patrizia Pfeifer
64
Christoph Kail
64
Karin Yoko Jochum
64
Marion Reiser
64
Kornelia Lüdorff
64
Berth Wesselmann
64
Anita Demetz, Julia Depellegrin, Emilia Gabardi, Flora Hapkemeyer, Sigrid Mauroner, Clarissa Meyer, Martina Springeth, Elias & Elisabeth Thaler, Chantal Ramona Veit
64
Bettina Bruinier
64
Ayşe Gülsüm Özel
64
Mareile Krettek
64
Marek Streit
64
Christiane Wagner Friederike Wrobel

Pressestimmen

 

Die koproduzierenden Bühnen aus Bozen und Bern haben das Online-Format bestmöglich genützt. Das Gespräch erhält viel Raum.  

 

Dolomiten - 23.02.2021
Margit Oberhammer

Download

 

Ein reines Konversationsstück wie dieses muss durch das Thema fesseln – und das tut es, auch in dieser Version.  

 

Zett- 21.02.2021
Edith Moroder

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